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Messerangriffe von Nürnberg: Erleichterung in St. Johannis | BR24

© Polizei Mittelfranken

Dankes-Bild für den Polizeieinsatz

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    Messerangriffe von Nürnberg: Erleichterung in St. Johannis

    Seit Samstag sitzt der mutmaßliche Messerstecher von Nürnberg in Untersuchungshaft. Nach seiner Festnahme ist die Erleichterung im Stadtteil St. Johannis groß – aber nicht bei jedem.

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    "Man hat sich gefreut, dass sie ihn so schnell erwischt haben", sagt eine Frau aus dem Nürnberger Stadtteil St. Johannis nach der Festnahme des mutmaßlichen Messerstechers dem Bayerischen Rundfunk. "Da geht man ganz anders auf die Straße", sagt eine andere.

    Gemaltes Dankeschön

    Ganz besonders erleichtert war offenbar ein kleiner Junge aus dem Stadtteil. Und zwar so sehr, dass er ein Bild zum Dank für die Sonderkommission "Johannis" gemalt und der Polizei gebracht hat.

    Ein Foto davon hat das Polizeipräsidium Mittelfranken auf seiner Facebook-Seite gepostet: Zu sehen ist ein Polizeiauto und ein Polizist, der einen Mann schnappt und hinter Gitter bringt. Dazu die Aufschrift: "Danke, dass Ihr den bösen Mann gefangen habt."

    Ein Rest Unsicherheit bleibt

    Die Erleichterung scheint groß zu sein – zumindest verglichen mit den verunsicherten Stimmen von Anwohnern, die am Tag nach den Attacken zu hören waren. Doch ein Rest Unsicherheit bleibt, wie eine Umfrage unter Passanten zeigt.

    "Allgemein Nürnberg finde ich nicht sicher."
    "Das ist schon erschreckend, weil man traut sich ja nicht mehr außer Haus dann."

    Hass und Verschwörungstheorien

    Die Polizei kritisierte in ihrem Facebook-Post das Verhalten einiger Kommentatoren in den sozialen Netzwerken. "Auch etliche Hasskommentare, krude Thesen und Verschwörungstheorien mischten sich in die Kommentarspalten unserer Accounts. Diese unqualifizierten Äußerungen sind nicht zielführend", heißt es auf der Facebook-Seite der Polizei.

    Zeugin gesucht

    Die Polizei sucht nun auch eine mögliche Zeugin. Die Frau soll am Tatabend gegen 22.00 Uhr mit ihrem Hund in der Rückertstraße unterwegs gewesen sein, wie das Polizeipräsidium Mittelfranken mitteilte. Sie wird gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst Mittelfranken unter der Telefonnummer 0911 /21 12 33 33 zu melden.

    Der Mann griff in St. Johannis unvermittelt Frauen an

    Der mutmaßliche Täter hatte am Donnerstag nach Angaben der Polizei im Stadtteil St. Johannis zunächst einer 56-jährigen Frau unvermittelt in den Oberkörper gestochen. Gegen 22.45 Uhr stach er dann ebenfalls ohne jegliche Vorwarnung auf eine 26-Jährige ein, die sich auf dem Heimweg befand.

    Kurz darauf wurde eine 34-Jährige angegriffen. Die 26-Jährige und die 34-Jährige erlitten lebensgefährliche Verletzungen, konnten aber durch Notoperationen gerettet werden. Die drei Frauen konnten mittlerweile durch die Polizei vernommen werden.