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Nach der grausamen Messerattacke von Würzburg, bei der drei Frauen getötet wurden, könnte in der Stadt ein Gedenkort für die Opfer geschaffen werden. Dafür setzen sich mehrere Stadträte ein.

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Messerangriff in Würzburg: Stadträte planen Gedenkort für Opfer

Es soll eine Gedenkmöglichkeit geben für die Opfer des Messerangriffs am 25. Juni 2021: Deshalb haben 15 Mitglieder des Würzburger Stadtrats einen interfraktionellen Antrag gestellt. Der Stadtrat hat sich einstimmig dafür ausgesprochen.

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Von
  • Carolin Hasenauer

Das Bedürfnis nach einem zentralen Gedenkort für die Opfer des Würzburger Messerangriffs ist groß – offenbar auch im Würzburger Stadtrat. In einem interfraktionellen Antrag hatten sich 15 Fraktionsmitglieder der Grünen, CSU, SPD, Freien Wählergemeinschaft (FWG), Linken und der ÖDP diesen Gedenkort gewünscht. Ohne Gegenstimme hat sich der Stadtrat jetzt dafür ausgesprochen.

Denkmal? Gedenkstein? Gedenktafel?

Wo genau und in welcher Form der Opfer gedacht werden soll, lässt der Antrag offen. Dazu solle zunächst das Gespräch mit den Familien der Opfer sowie außenstehenden Experten gesucht werden, "um sensibel auf eine angemessene Form der Gestaltung, des Standorts und des Zeitpunkts eingehen zu können", heißt es in der Sitzungsvorlage.

Stütze bei der Trauerbewältigung

"Der tödliche Messerangriff und dessen Folgen werden die Stadtgesellschaft nachhaltig bewegen", betonen die Antragsteller. Im Vordergrund müssten allerdings die Bedürfnisse der Angehörigen stehen, denn für sie könne ein solches Denkmal eine "Stütze bei der Trauerbewältigung" sein. Daher sollen etwa Traumatherapeuten, der psychologische Beratungsdienst, der Hospizverein und der Verein Weißer Ring bei den Beratungen rund um den Gedenkort eingebunden werden.

Täter in der Psychiatrie

Am 25. Juni hatte ein Somalier in einem Kaufhaus und anschließend auf dem Barbarossaplatz in Würzburg offenbar wahllos auf Menschen eingestochen. Drei Frauen wurden getötet, sechs Menschen wurden schwer verletzt. Die Polizei hat den 24-Jährigen mit einem gezielten Schuss in den Oberschenkel gestoppt und festgenommen. Mittlerweile befindet sich der Mann in einer Psychiatrie.

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