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Messer gegen Tierabwehrspray: Schule in Passau reagiert | BR24

© pa/dpa/Stefan Kiefer

Ein leeres Klassenzimmer

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    Messer gegen Tierabwehrspray: Schule in Passau reagiert

    An der Wirtschaftsschule in Passau sind Jugendliche mehrmals aneinander geraten. Nach einer ersten Suspendierung haben dann Freunde der beiden Kontrahenten den Streit weiter geführt - mit Tierabwehrspray und Messer bewaffnet. Das hat Konsequenzen.

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    Die Situation hatte sich über Wochen hinweg hochgeschaukelt: An der staatlichen Wirtschaftsschule in Passau ist es in der Vergangenheit immer wieder zu Streit zwischen zwei Schülern gekommen. Bei einer ersten Rauferei wurde einer der beiden verletzt. Er erlitt eine Jochbeinprellung.

    Streit geht weiter

    Die Schulleitung reagierte auf den Vorfall und bestellte die Erziehungsberechtigten der beiden Schüler zu einem klärenden Gespräch in die Schule. Danach kam es aber wieder zu Streitigkeiten, weswegen einer der beiden Schüler von der Schule suspendiert wurde.

    Messer gegen Tierabwehrspray

    Wie die Schule in einer Mitteilung schreibt, schwelte der Konflikt über das Wochenende aber weiter. Am Montag gerieten dann Freunde der beiden Kontrahenten aneinander. Sie trafen vor der Schule auf dem Gehweg aufeinander. Laut Polizei soll im Zuge der Auseinandersetzung ein 19-Jähriger einen 15-Jährigen mit einem Klappmesser bedroht haben. Der Jüngere besprühte den Älteren daraufhin mit Tierabwehrspray und verletzte ihn damit leicht.

    Messer nicht gefunden

    Jetzt ermittelt die Kriminalpolizei. Ersten Erkenntnissen zufolge hatte der 19-Jährige aber keine Stichbewegungen in Richtung des 15-Jährigen durchgeführt. Das besagte Messer konnte auch nicht gefunden werden. Die Schule reagierte erneut und suspendierte die beteiligten Schüler, bis die Vorfälle geklärt sind. "Es ist mir wichtig zu betonen, dass wir als Schule konsequent gegen jegliche Form von Gewalt vorgehen", betont Schulleiter Robert Lindner. "Alle unsere Lehrkräfte sind hier höchst engagiert und sind in allen Fällen unmittelbar und couragiert eingeschritten, obwohl die Auseinandersetzungen zum Teil außerhalb des Schulgeländes stattgefunden haben."

    Die Schule wolle sich klar gegen Gewalt positionieren und hätte aus diesem Grund auch die Polizei gerufen sowie die betroffenen Schüler bis auf Weiteres suspendiert. "Es ist traurig, dass diese im Vorfeld unsere Hilfsangebote zur Streitschlichtung nicht angenommen haben", sagt Schulleiter Lindner.