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Messe Nürnberg will durchstarten – bald wieder mit Publikum | BR24

© dpa-Bildfunk

Die Messe Nürnberg

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    Messe Nürnberg will durchstarten – bald wieder mit Publikum

    Die FeuerTrutz wird für die Nürnberger Messe zur Feuerprobe. Sie wird erstmals komplett im Internet stattfinden. Mit den Erfahrungen daraus wollen die Veranstalter sogenannte Hybrid-Messen anbieten – mit Publikum vor Ort und digitalen Plattformen.

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    Im Nürnberger Messezentrum hämmern im Vorfeld der FeuerTrutz diesmal nicht die Handwerker an den Präsentationsständen. Die Messe-Macher kümmern sich um Chatrooms, Internet-Vorträge und Video-Konferenzen. Das Team der FeuerTrutz hatte nur zwei Monate Zeit, die Messe aus der Halle ins Internet zu befördern. Die FeuerTrutz, die Mittwoch und Donnerstag (30.09. und 1.10.20) stattfindet, wird zum Probelauf für die nachfolgenden Messen, die teilweise ebenfalls digital oder zumindest in Teilen im Netz stattfinden werden.

    "Als Messe-Macher fehlt uns natürlich dieser persönliche Kontakt, aber nichtsdestotrotz muss es jetzt etwas geben, dass sich die Branche trifft, und auch für uns sind das neue Wege, und für die Kunden auch und das schaffen wir gemeinsam." Stefan Dittrich, der Leiter der FeuerTrutz bei der NürnbergMesse.

    Es würden sicherlich zwei spannende Tage, in denen man sich anders treffe als normal, so Stefan Dittrich, Leiter der FeuerTrutz bei der NürnbergMesse. Internet-Vorträge, Chaträume, Video-Gespräche – das alles haben sie eingeplant, mehrmals durchgespielt. Und die Kunden ziehen mit. Wie Carsten Meißner, der eigentlich am Messestand für die Siemens-Abteilung Fire Safety stehen würde. "Wir sind ja eigentlich gewohnt, immer Präsenz-Messen zu haben, das ist das, was wir sag ich mal sehr, sehr lange auch gut machen, die Herausforderung ist für uns jetzt natürlich die Inhalte für den Besucher passend aufzubereiten, damit es interessant bleibt", so Meißner.

    © BR/Frank Strerath

    Eine leere Messe-Halle in Nürnberg

    Consumenta mit Publikum geplant

    Die FeuerTrutz soll der erste Schritt hin zu einem Messeherbst in Nürnberg werden. Bald schon mit Publikum. Die nächsten Veranstaltungen – die Brau Beviale und auch die Consumenta – sollen wieder Gäste vor Ort empfangen. Wer in Nürnberg dabei sein will, soll vor Ort die Ausstellungen und Präsentationen erleben. Wer nicht kommen kann, soll sie im Netz verfolgen können. Hybrid-Messen nennen sie das in Nürnberg, erläutert der Geschäftsführer der NürnbergMesse Group, Peter Ottmann. "Es bietet die Vorteile aus beiden Welten. Sie können hier persönlich gut Vertrauen aufbauen und sie können natürlich über das digitale Format alle ansprechen, die weltweit in dieser Branche von Interesse sind."

    Messe als großer Taktgeber der Stadt

    Der Jobmotor der Metropolregion Nürnberg stottert. Die Branche ist seit einem halben Jahr ausgebremst. Das Messegeschäft sorgt für einen Umsatz von einer Milliarde Euro im Jahr – davon bleibt zur Zeit nur noch ein Bruchteil. Sind es bei einer größeren internationalen Messe mehrere zehntausend Gäste, die mit dem Flugzeug anreisen und natürlich in den Hotels der Region übernachten, sind es jetzt nur noch ein paar hundert.

    Nach Jahren des Wachstums nun Einbußen

    Geschäftsführer Peter Ottmann ist seit mehr als 20 Jahren bei der NürnbergMesse. Da ging es immer nur bergauf. Das hat sich im Frühjahr radikal geändert. "Wir haben etwa 70 Prozent unseres Umsatzes bereits verloren in diesem Jahr, wir rechnen ungefähr mit 100 Millionen, und das haben wir das letzte Mal 2005 gemacht. Davon werden wir uns wieder erholen. Aber das wird auch einige Jahre brauchen."

    Mit digitalen Messen können sie kaum Geld verdienen. Doch die Erfahrungen daraus helfen dabei, das Unternehmen fit für die Zukunft zu machen. Die digitalen Alternativen und die Hybrid-Messen, wie sie es nennen, sollen eine Brücke bilden in die Nach-Pandemie-Zeit, erklärt der Geschäftsführer. Und da sei Nürnberg als Messe-Standort nach wie vor gefragt.

    Spielwarenmesse 2021 verschoben

    Unterdessen haben die Veranstalter der Nürnberger Spielwarenmesse bereits am Dienstag (29.09.20) angekündigt, dass die internationale Spielwarenmesse 2021 nicht wie gewohnt im Januar stattfinden wird. Coronabedingt soll sie erstmals in ihrer Geschichte auf den Sommer verschoben werden. Ein genauer Termin für die internationale Branchenleitmesse sei aber noch nicht bekannt, so die Veranstalter.

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