BR24 Logo
BR24 Logo
Bayern

Merkel-Besuch in Deggendorf: Demos und viel Verkehr | BR24

© BR/Sarah Beham

Merkel-Besuch Sicherheit

Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Bildergalerie
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Merkel-Besuch in Deggendorf: Demos und viel Verkehr

Beim Besuch der Bundeskanzlerin Angela Merkel in Deggendorf rechnet die Polizei mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen und rät, die Innenstadt zu meiden. Merkels Besuch ruft auch Demonstranten auf den Plan, die ein Zeichen setzen wollen.

Per Mail sharen
Teilen

Bei dem heutigen Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel in den Deggendorfer Stadthallen bei der Veranstaltung "Ehrenamt im Dialog", rechnet die Deggendorfer Polizei mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen. Deswegen empfiehlt die Polizei, die Deggendorfer Innenstadt am besten zu meiden - es kann vor allem ab dem Nachmittag (15 Uhr) zu Verzögerungen kommen.

Kurzfristige Straßensperren möglich

Wie der stellvertretende Dienststellenleiter der Deggendorfer Polizei, Werner Feilmeier, dem Bayerischen Rundfunk sagte, könnten Straßen kurzfristig und spontan gesperrt werden. Planmäßig seien jedoch keine Sperren vorgesehen.

Mehr als 100 Einsatzkräfte im Einsatz

Weit über 100 Einsatzkräfte werden für die Sicherheit in Deggendorf sorgen, so Feilmeier. Niederbayerische Dienststellen der Polizei, die Verkehrspolizei sowie die Bereitschaftspolizei und der Personenschutz der Kanzlerin arbeiten zusammen. Die Deggendorfer Polizei ist beispielsweise für den Schutz in der Stadthalle, die Freihaltung der Strecken und die Lotsung der Kanzlerin zuständig. Merkel werde mit einem Hubschrauber der Landespolizei eingeflogen - wo sie in Deggendorf landen wird, wird aus Sicherheitsgründen nicht veröffentlicht.

Bauernproteste mit 50 Traktoren in Deggendorf

Die Polizei sorgt nicht nur für die Sicherheit bei der Veranstaltung "Ehrenamt im Dialog", sondern auch bei zwei Demonstrationen in Deggendorf anlässlich des Kanzlerinnenbesuchs. Landwirte werden mit rund 50 Traktoren in Deggendorf anrollen. Damit wollen sie ein Zeichen setzen und die Aufmerksamkeit Merkels auf sich ziehen, wie Sebastian Dickow dem Bayerischen Rundfunk sagte. Er ist Landwirt aus Mamming (Lkr. Dingolfing-Landau) und vertritt Bayern in der bundesweiten Protestbewegung "Land schafft Verbindung" (LsV).

© BR/Sarah Beham

Mehrere Dutzend Bulldogs blockieren eine Straße nahe der Veranstaltung

© BR/Anne-Lena Schug

Die ersten Demonstranten sind in Deggendorf eingetroffen

© BR/Sarah Beham

Bulldogs in Deggendorf

Mehr Mitspracherecht und besseres Ansehen

LsV zählt mittlerweile über 10.000 Mitglieder und organisiert sich über WhatsApp und Facebook-Gruppen. Die Protestbewegung ist ein loser Zusammenschluss von Landwirten, ein Verein will sie vorerst nicht werden. Man wolle gehört werden in Deggendorf, so Dickow. Den Landwirten gehe es um Mitsprache in der Agrarpolitik und ein besseres Ansehen für ihren Berufsstand.

Landwirte wollen Veranstaltung nicht stören

Rainer Seidl ist Sprecher für Niederbayern von "Land schafft Verbindung" - er hat die Demonstration in Deggendorf angemeldet. Wie er dem Bayerischen Rundfunk sagte, seien zunächst mehr Teilnehmer für die Demonstration eingeplant gewesen. Aber:

"Wir wollen die Veranstaltung 'Ehrenamt im Dialog' nicht stören - es haben alle verdient, dass sie geehrt werden, wenn die Kanzlerin anwesend ist. Das ist für jeden eine besondere Ehre, auch wollen wir nicht schuld sein, dass einer zu spät kommt." Rainer Seidl von "Land schafft Verbindung"

Wie Seidl sagte, werde eine "überschaubare Anzahl an Demonstranten mit Transparenten" gegenüber der Deggendorfer Stadthallen ihren Unmut kundtun.

Klimaaktivisten von "Fridays for Future" demonstrieren

Wie die Polizei dem Bayerischen Rundfunk bestätigte, werden auch die lokalen Gruppierungen von "Fridays for Future" und "Parents for Future" in Deggendorf während des Kanzlerinnenbesuchs demonstrieren. Die Klimaaktivisten werden gegenüber der Stadthalle vor dem Einkaufszentrum "Deggs" protestieren. "Fridays for Future" ist mittlerweile zu einer weltweiten Protestbewegung herangewachsen - auch in Bayern finden seit einem Jahr regelmäßig Klimastreiks statt. Ziel ist es, Politiker dazu zu bringen, mehr gegen den Klimawandel zu unternehmen.

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!