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Menschenrechtsfilmfestival setzt Zeichen gegen Homophobie | BR24

© Nürnberger Menschenrechtsfilmfestival

Plakat zum elften Nürnberger Menschenrechtsfilmfestival

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    Menschenrechtsfilmfestival setzt Zeichen gegen Homophobie

    Das Nürnberger Menschenrechtsfilmfestival rückt in diesem Jahr queere Geflüchtete in den Fokus. Im Fokus stehen die Geschichten von Flüchtlingen, die wegen ihrer sexuellen Identität in ihrem Heimatland verfolgt wurden.

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    Beim Projekt „Queer Faces Migrant Voices“ erzählen schwule, lesbische, bi-, trans- und intersexuelle Flüchtlinge ihre Geschichte – ohne Bild, sondern nur mit Ton. „Gerade jetzt, wo die offen rassistische und homophobe AfD in Deutschland an Boden gewinnt und nebenan in Polen die katholische Kirche massiv gegen Homosexuelle hetzt“, sei es den Verantwortlichen wichtig, Flagge zu zeigen für die queere Community, erklärte Festivalleiterin Andrea Kuhn.

    Doppelte Stigmatisierung

    Menschen, die ihre Heimat aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität verlassen mussten, stellten unter den Geflüchteten eine besonders gefährdete Gruppe dar, so Kuhn weiter. Ihre Herkunftscommunities, die anderen Geflüchteten in der neuen Heimat oft Halt geben können, seien häufig sehr konservativ. Queere Geflüchtete sind daher oft einer doppelten Stigmatisierung ausgesetzt.

    65 Filme aus 43 Ländern

    Das elfte Nürnberger Menschenrechtsfilmfestival zeigt 65 Filme aus 43 Ländern. Die Filmemacher reisen aus der ganzen Welt an, unter anderem aus Afghanistan, Sudan, Syrien und Thailand. Es findet vom 2. bis zum 9. Oktober statt.