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"Er war ein wichtiger Partner für die Stadt der Menschenrechte", so würdigt Nürnbergs OB König den israelischen Künstler Dani Karavan, der im Alter von 90 Jahren gestorben ist. Die Stadt nimmt Abschied vom Schöpfer der Straße der Menschenrechte.

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Menschenrechte: Nürnberg nimmt Abschied von Dani Karavan

"Er war ein wichtiger Partner für die Stadt der Menschenrechte", so würdigt Nürnbergs OB König den israelischen Künstler Dani Karavan, der im Alter von 90 Jahren gestorben ist. Die Stadt nimmt Abschied vom Schöpfer der Straße der Menschenrechte.

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Von
  • Michael Reiner

Das Bild mit dem Trauerflor zeigt Dani Karavan in der Straße der Menschrechte. Der israelische Künstler war immer wieder in Nürnberg, um an der Verleihung des Internationalen Menschenrechtspreises teilzunehmen. Im Jahr 2018 verlieh ihm die Stadt die Ehrenbürgerwürde. Am Samstag, 29. Mai 2021, war Karavan im Alter von 90 Jahren in Tel Aviv gestorben. Seit Montag, 7. Juni, liegt ein Kondolenzbuch im Rathaus auf. OB Marcus König (CSU), Vertreter der Stadtspitze sowie Stadträtinnen und Stadträte trugen sich am Vormittag als erste ein.

Auftrag, das Thema in die Zukunft zu tragen

Der Oberbürgermeister würdigt dabei den Einsatz und die Bedeutung des Künstlers für die Menschenrechts-Aktivitäten in Nürnberg. König sagt, dass Karavan ein Ehrenbürger der besonderen Form gewesen sei, der sich für die Menschenrechte und den Frieden eingesetzt habe. "Die Straße der Menschenrechte ist uns Auftrag, das Thema in die Zukunft zu tragen."

Groß-Skulptur am Germanischen Nationalmuseum

Die Straße der Menschenrechte wurde im Jahr 1993 eingeweiht. Auf 27 Betonsäulen, die jeweils acht Meter hoch sind, wird am Eingang zum Germanischen Nationalmuseum auf die einzelnen Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte hingewiesen. Die Skulptur, zu der auch zwei Bodenpatten und ein Baum gehören, ist insgesamt rund 170 Meter lang.

Anstoß für den Menschenrechtspreis

Der damalige Oberbürgermeister Peter Schönlein (SPD) griff 1993 die Idee auf, um den Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreis ins Leben zu rufen. Dieser wurde erstmals 1995 verliehen. Karavan saß bis zuletzt in der Jury des Menschenrechtspreises. Er hat auch dessen Preisskulptur geschaffen, die an das Eingangstor zur Straße der Menschenrechte erinnert.

Kondolenzbuch liegt bis Mittwoch auf

Das Kondolenzbuch liegt in der Ehrenhalle des Rathauses Wolffscher Bau am Rathausplatz aus. Ein Eintrag ist bis Mittwoch, 9. Juni, jeweils von 9 bis 18 Uhr möglich. Beim Betreten des Rathauses müssen Besucherinnen und Besucher eine FFP2-Maske tragen und die geltenden Abstandsregeln beachten.

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Würdigung für einen Menschenrechts-Aktivisten: Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König trägt sich ins Kondolenzbuch für Dani Karavan ein.

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