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Mensa daheim: Regensburg setzt Aprilscherz in Realität um | BR24

© BR/Zara Kroiß

Für die meisten Studenten ist der Lehrsaal derzeit die heimische Studentenbude. Um das Heim-Studium perfekt zu machen, können sich Regensburger Studenten jetzt sogar ihr Mensa-Essen nach Hause liefern lassen.

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Mensa daheim: Regensburg setzt Aprilscherz in Realität um

Für die meisten Studenten ist der Lehrsaal derzeit die heimische Studentenbude. Vorlesungen und Seminare gibt es online. Um das Heim-Studium perfekt zu machen, können sich Regensburger Studenten jetzt sogar ihr Mensa-Essen nach Hause liefern lassen.

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Vor ein paar Jahren sorgte die Idee noch für Lacher - als Aprilscherz: Studenten lassen sich das Mensa-Essen nach Hause oder sogar direkt in den Hörsaal liefern. Nun setzt das Regensburger Studentenwerk in der Corona-Krise die einstige Witzidee in die Realität um. An den Hochschulstandorten in Niederbayern und der Oberpfalz gibt es jetzt den "Mensa-to-go-Lieferdienst".

Ostbayerisches Pilotprojekt

Studierende und Bedienstete der Hochschulen und Universitäten in Regensburg, Passau, Landshut und Deggendorf können künftig Mensa-Essen in heimischer Atmosphäre genießen. Ob die Idee Schule macht, ist noch fraglich. Studentenwerke in anderen Städten beobachten die Initiative aus Ostbayern und warten erst einmal ab.

"Mensa-Lieferdienst" - einstiger Aprilscherz

Die Urheberschaft für das neue Angebot kann indes das Studierendenwerk Tübingen-Hohenheim für sich reklamieren. Dieses hatte bereits vor vier Jahren verkündet, als "deutschlandweit erstes Studierendenwerk einen eigenen Lieferdienst" gegründet zu haben. Doch der Blick auf das Datum der Veröffentlichung - 1. April 2016 - machte klar, dass das Angebot "Mensa Delivery" nur ein Scherz war.

Service sei bundesweit einmalig

Nicolas Müller vom Regensburger Studentenwerk meint es aber ernst. Er geht davon aus, dass der neue Service bundesweit einmalig ist. Seit einigen Wochen läuft das Projekt bereits. Nachdem mittlerweile auch der Internet-Bestellshop fertig programmiert ist, will das Studentenwerk den Lieferdienst nun offensiv vermarkten.

Pizza oder Reibekuchen mit Apfelmus

Müller berichtet von einer deutlich steigenden Tendenz der täglichen Bestellungen. Am Anfang seien es etwa ein Dutzend gewesen, mittlerweile orderten rund 60 Interessierte Gerichte wie Reibekuchen mit Apfelmus oder auch klassische Pizzen. Nicolas Müller ist optimistisch: Dreistellig solle die Zahl der Kunden pro Tag auf jeden Fall werden.

Mindestbestellwert: Fünf Euro

Der Mindestbestellwert für das Studentenessen liegt bei fünf Euro und die meisten Gerichte müssen noch daheim erwärmt werden. Die Bestellungen werden durch studentische Fahrradkuriere oder auch von Mitarbeitern mit Autos ausgeliefert.

Mensen blieben wegen Corona geschlossen

Angesichts der Corona-Pandemie mussten die meisten Studentenwerke in Deutschland zuletzt ihr Angebot an Speisen drastisch herunterfahren, so wie andere Gastronomiebetriebe auch. Die Mensen blieben geschlossen oder boten nur einen Abholservice an - "Mensa to go" gibt es daher allerorten, einen Lieferdienst aber nicht.

Lieferdienst soll auch nach Corona bleiben

Das Angebot zur Heimlieferung passt natürlich dazu, dass derzeit auch die Studenten die meisten Vorlesungen und Seminare nur online mit dem Notebook zuhause absolvieren können. Doch das Regensburger Studentenwerk will das Angebot später beibehalten, wenn die Krise vorbei ist und der Lehrbetrieb wieder zentral in den Hochschulgebäuden stattfindet.

Als nächstes wollen andere Studentenwerke, unter anderem Erlangen, nachziehen. Auch das Studentenwerk Köln denkt über einen "Mensa to go"-Lieferdienst nach.

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