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Mengkofener Schnitzel-Weltrekord: Die Stimmung ist gespalten | BR24

© BR/Sarah Beham

Der Gartenbauverein Weichshofen wollte das größte Schnitzel der Welt braten - und hat es geschafft. Die Stimmung im Netz ist gespalten: Einige loben die Veranstaltung in Mengkofen, andere kritisieren Veranstalter, Besucher und Berichterstattung.

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Mengkofener Schnitzel-Weltrekord: Die Stimmung ist gespalten

Der Gartenbauverein Weichshofen wollte das größte Schnitzel der Welt braten - und hat es geschafft. Die Stimmung im Netz ist gespalten: Einige loben die Veranstaltung in Mengkofen, andere kritisieren Veranstalter, Besucher und Berichterstattung.

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Im niederbayerischen Mengkofen (Lkr. Dingolfing-Landau) wurde am Wochenende das Weltrekord-Schweineschnitzel gebraten: 70 Quadratmeter groß und mehr als 1.200 Kilogramm schwer. Laut Angaben der Veranstalter blieb nichts mehr vom Schnitzel übrig. Eine Schnitzelsemmel kostete fünf Euro, der Erlös wird für den guten Zweck gespendet. Auch das Öl, in dem das Schnitzel frittiert wurde, wird an eine Raffinerie verkauft - auch hier soll der Erlös für gute Zwecke ausgegeben werden. Über 30.000 Euro sollen so letztlich gespendet werden, wie Werner Biersack, dritter Bürgermeister von Mengkofen und einer der Hauptinitiatoren, dem Bayerischen Rundfunk sagte.

Riesenschnitzel löst Umweltdiskussion aus

Während sich die Veranstalter über ihren Weltrekord freuen, wird das Thema XXXL-Schnitzel auf der BR24-Website und bei Facebook rege diskutiert.

© BR / Screenshot Facebook

Positive und negative Facebook-Kommentare

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Die Stimmung ist im Netz gespalten: Die einen feiern den Weltrekord und die damit verbundenen Spenden für den guten Zweck. Das über 1.200 Kilogramm schwere Schnitzel sorgt aber auch für Kritik: Auf der BR24-Webseite wird vor allem auf den Klimawandel und den Umweltschutz verwiesen. Als "Schande für die Menschheit" bezeichnet ein Leser beispielsweise die Veranstaltung. Ein anderer vergleicht das Riesenschnitzel mit klimaschädlichen SUVs oder bezeichnet den Weltrekord als die niederbayerische Antwort auf Greta Thunbergs Streik für den Umweltschutz.

Was auffällt: Viele von den Nutzern sind nicht gegen den Fleischkonsum an sich - einige schreiben, dass sie selbst gern ein Schnitzel essen. Aber dann aus guter Haltung, vom Metzger nebenan. Ihre Kritik richtet sich gegen den - in ihren Augen - fehlenden Respekt vor dem Tier bei einem derartigen Weltrekord, gegen die generelle schlechte Tierhaltung und den übertriebenen Fleischkonsum.

Diskussion im Netz: Besucher loben Veranstaltung

Auf Facebook gibt es bereits über 700 Kommentare unter dem Schnitzel-Artikel. Darunter haben sich beispielsweise auch einige Nutzer gemeldet, die am Wochenende in Mengkofen beim Schnitzelweltrekord dabei waren, wie eine Frau aus Dingolfing. Sie möchte von den Nutzern wissen, wie viele von denen, die die Veranstaltung jetzt öffentlich kritisieren, selbst ökologisch sinnvoll leben. Weiter schreibt sie: "Wir haben auch vom Schnitzel gegessen, es war sauguad, saftig und mehr Schnitzel als Semmel". Sie ist nicht die Einzige, die die Veranstaltung lobt - einige User bezeichnen das XXXL-Schnitzel als "Superleistung", umrundet von einem tollen, müllfreien Fest, das als Vorbild für manche Volksfeste dienen kann. Insgesamt kamen mehr als 10.000 Besucher zum Weltrekordversuch nach Mengkofen.