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Das Klinikum Memmingen.

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    Memmingen beauftragt millionenschweren Neubau des Klinikums

    Der Memminger Stadtrat hat entschieden: Statt einer Generalsanierung des bestehenden Gebäudes soll das städtische Krankenhaus neu gebaut werden. Mindestens 360 Millionen Euro soll der Neubau kosten und bis 2029 fertig gestellt sein.

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    Von
    • Doris Bimmer
    • Veronika Scheidl

    Der Stadtrat von Memmingen hat einem Neubau des städtischen Krankenhauses abschließend zugestimmt. In der Sitzung am Montagabend stimmten alle anwesenden Stadträte für den Neubau und wandten sich damit gegen eine Generalsanierung des bisherigen Gebäudes.

    Neubau aus wirtschaftlichen Gründen

    Nachdem sich zuvor bereits das Bayerische Gesundheitsministerium und die Regierung von Schwaben für diesen Schritt ausgesprochen hatten, vollzog nun auch der Stadtrat den millionenschweren Schritt. Alle Prüfungen hätten gezeigt, dass aus wirtschaftlicher Sicht eine neue Klinik vorzuziehen sei.

    Das bisherige städtische Klinikum ist in die Jahre gekommen.1954 ist das Stadtkrankenhaus an der Bismarckstraße gebaut worden, seitdem wurde immer wieder ein Trakt umgebaut oder angebaut. 2004 sind dann auch noch die Bezirkskliniken Schwaben mit einer psychiatrischen Station eingezogen.

    Früher standen in der Umgebung des Krankenhauses nicht viele Häuser, doch heute liegt es mitten in der Stadt. Entsprechend eng geht es zu, die Parkplatzsituation rund ums Klinikum ist schwierig. Mit dem Neubau sollen diese ganzen Probleme wegfallen.

    Corona-Pandemie wirkt sich auf Baupläne aus

    Nach den vorliegenden Plänen entsteht ein neuer, moderner und offener Klinik-Campus. Errichtet wird der Neubau auf dem ehemaligen Ikea-Gelände am Autobahnkreuz A7/A96. Das neue Haus soll doppelt so groß werden in der Fläche wie das aktuelle Krankenhaus - auch wenn die Bettenzahl ungefähr gleichbleiben soll.

    Auch die Erfahrungen in der Corona-Pandemie finden sich in der Planung bereits wieder: So sind jetzt eigene Besucher-Bereiche vorgesehen. Außerdem soll es möglich sein, Stationen unkompliziert vom restlichen Haus abzuschotten. Auch das neue Gebäude teilt sich das Klinikum Memmingen mit den Bezirkskliniken Schwaben.

    Memmingens Klinikvorstand Maximilian Mai sagt, dass es sich um eines der größten nicht-universitären Krankenhaus-Projekte in Bayern handelt. Bisher sind neue Krankenhäuer in der Größenordnung meistens entstanden, weil sie eine Uni-Klinik wurden. Memmingen dagegen ist und bleibt vorerst ein Lehrkrankenhaus, will aber alles bieten, für Patienten wie Personal, was eine Uniklinik auch hat. Immerhin ist es jetzt schon das zweitgrößte Krankenhaus in Schwaben.

    Mindestens 360 Millionen an Baukosten

    Der Neubau wird nach einer ersten groben Schätzung mindestens 360 Millionen Euro kosten – die Investitionen unter anderem für Krankenpflegeschule, Parkhaus und Infrastruktur kommen noch hinzu. Läuft alles nach Plan, soll 2025 mit dem Bau begonnen werden, die Eröffnung des neuen Klinikums ist für 2029 terminiert.

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