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Meldedaten werden noch mal abgeglichen | BR24

© BR/Andreas Mack

Wohnblock der "Drachenburg"

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    Meldedaten werden noch mal abgeglichen

    Die Stadt Landshut ist einem mutmaßlichen Sozialbetrug in großem Stil auf der Spur. In einem sanierungsbedürftigen Apartmentkomplex sollen sich Rumänen Adressen verschafft haben, um Sozialleistungen zu beziehen, obwohl sie nicht hier leben.

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    Das Gebäude in der Luitpoldstraße, das bei Landshutern nur "die Drachenburg" heißt, gilt als Schandfleck in Landshut. Dort sollen sich Rumänen fingierte Wohnadressen verschafft haben, um Hartz-IV-Leistungen zu beziehen. In einem Schreiben der Stadt ist von einem "perfekt organisierten System" die Rede.

    Reger Busverkehr aus Rumänien

    Regelmäßig sollen Bewohner aus Rumänien mit dem Bus nach Landshut gefahren worden sein, um Job-Center-Leistungen in Anspruch zu nehmen, um dann anschließend mit dem Geld wieder nach Rumänien zurückzufahren. Die Polizei ermittelt noch nicht.

    Fakt ist aber: Das Problem ist für Oberbürgermeister Hans Rampf (CSU) nicht neu. Jetzt müsse alles neu aufgerollt und Meldedaten abgeglichen werden. Das könne lange dauern. Aber die Hinweise seien sehr konkret und detailliert. Sie stammen nach BR-Informationen von Insidern wie zum Beispiel von ehemaligen Bewohnern.

    Landshut ist bundesweiter Spitzenreiter

    Beobachter gehen davon aus, dass die Behördenpost von Personen geöffnet werde, die dauerhaft in der "Drachenburg" lebten, und Personen verständigen, falls es Vorsprechtermine beim Amt gebe. Die Freien Wähler im Stadtrat sollen herausgefunden haben, dass in 77 Apartments 239 Menschen gemeldet seien. Landshut sei bundesweit Spitzenreiter bei der Hartz-IV-Quote der Rumänen.

    Oberbürgermeister Hans Rampf spricht sich für schärfere Strafen aus. Sonst bestehe grundsätzlich die Gefahr einer Massenbetrugswelle.