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Keine neuerlichen Besuchsverbote in Seniorenheimen: Das ist das erklärte Ziel der bayerischen Gesundheitsministerin Huml. Im B5-Interview betont sie außerdem, dass sie für Herbst und Winter wieder auf mobile Reserven bei den Pflegekräften setzt.

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Huml will Besuchsverbot in Heimen möglichst verhindern

Keine neuerlichen Besuchsverbote in Seniorenheimen: Das ist das erklärte Ziel der bayerischen Gesundheitsministerin Huml. Im B5-Interview betont sie außerdem, dass sie für Herbst und Winter wieder auf mobile Reserven bei den Pflegekräften setzt.

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Auch wenn die Corona-Infektionszahlen in Bayern steigen: Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) will nach eigenen Worten verhindern, dass es wieder zu einem Besuchsverbot kommt, wie es im Frühjahr der Fall war.

Huml: "Wollen einer Vereinsamung der Menschen vorbeugen"

Im B5-"Thema des Tages" betonte Huml, im Fall des Falles werde man eher darauf setzen, das Besuchsrecht in Alten- und Pflegeheimen einzuschränken, etwa mit zeitlichen Vorgaben und damit, nur bestimmte Angehörige als Besucher zuzulassen.

"Für uns ist sehr wichtig, dass wir einerseits den Schutz der älteren Menschen im Blick haben, aber gleichzeitig auch darauf achten, dass natürlich eine Vereinsamung der Menschen, dass wir dem auch vorbeugen wollen." Gesundheitsministerin Melanie Huml im B5-"Thema des Tages"

Freistaat setzt auf Reserve aus mobilen Pflegekräften

Huml kündigte an, die Idee des "Pflegepools" noch einmal weiterzuentwickeln: Im Katastrophenfall im Frühjahr hatte der Freistaat auf Freiwillige gesetzt, die in der Pflege ausgebildet sind, dort aber nicht beschäftigt waren.

"(...) weil wir eben auch merken, dass es wichtig wäre, mobile Kräfte zu haben, die dann auch einsatzfähig sind, wenn in einem Heim ein Ausbruchsgeschehen da ist." Gesundheitsministerin Melanie Huml im B5-"Thema des Tages"

Austausch mit Wissenschaftlern und Pflege-Experten

Dabei sieht sich das bayerische Gesundheitsministerium gut aufgestellt, was die Unterstützung von Seniorenheimen in der Krise angeht. Huml lässt sich nach eigenen Worten immer wieder von Wissenschaftlern und Experten aus der Pflegepraxis beraten: "Klar ist es so, dass manche Entscheidung vielleicht auch ein bisschen zügig kommt, weil wir eben auch in der Dynamik des Infektionsgeschehens sind, aber es ist auch so, dass mich viele Briefe aus der Praxis erreichen, wo ich dann immer wieder gern dem nachgehe und reagiere."

Huml: "Pflegekräfte haben unwahrscheinlich viel geleistet"

An die Pflegekräfte, die in den bayerischen Heimen seit Monaten mit noch größeren Herausforderungen kämpfen als vor der Krise, richtete Huml ein "herzliches Dankeschön". Sie hätten einfach unwahrscheinlich viel geleistet.

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