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Meitingen: Lech-Stahlwerke informieren über Erweiterungspläne | BR24

© Lech-Stahlwerke GmbH

Die Lech-Stahlwerke wollen weiter wachsen und dafür einen Teil des angrenzenden Bannwalds abholzen. Umweltschützer und Anwohner werden sich.

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Meitingen: Lech-Stahlwerke informieren über Erweiterungspläne

Das einzige Stahlwerk Bayerns will wachsen: die Lech-Stahlwerke im Meitinger Ortsteil Herbertshofen. Bei einer Bürgerversammlung hat das Unternehmen seine Erweiterungspläne vorgestellt. Viele Menschen befürchten massive Schäden für die Umwelt.

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Der Meitinger Bürgersaal war bis zum letzten Platz gefüllt: Vier Stunden lang wurde bei der Bürgerversammlung über die Erweiterungspläne der Lech-Stahlwerke diskutiert. Das Unternehmen will wachsen, um angesichts der Weltwirtschaftslage und neuer Anforderungen am Markt für die Zukunft gerüstet zu sein.

Bannwald soll abgeholzt werden

Die Lech-Stahlwerke planen, für die Erweiterung direkt im Süden des Standortes im Meitinger Ortsteil Herbertshofen einen Teil des Bannwaldes abzuholzen. Von Umweltschutz spricht die Max Aicher Unternehmensgruppe dennoch: Denn durch die Abholzung wäre am Standort viel mehr Platz für Recycling von Schrott zu Stahl. Das spare Energie und Ressourcen. Für das Waldstück, das gerodet werden soll, planen die Lech-Stahlwerke eine Ausgleichsfläche.

Anwohner und Bürgerinitiativen protestieren

Vielen Anwohnern und zwei Bürgerinitiativen gefällt dieses Vorhaben jedoch gar nicht. In dem Wald leben geschützte Tiere, die man nicht einfach umziehen könne, sagen die Naturschützer. Außerdem sei der Bannwald Erholungsgebiet für die Anwohner.

Gutachter sind beauftragt

Bis eine Entscheidung über die Zukunft des Bannwaldes und damit die Zukunft der Lech-Stahlwerke fällt, wird es noch dauern: Jetzt werden Gutachter ihre Arbeit aufnehmen. Möglicherweise wird sich die Angelegenheit bis nach der Kommunalwahl im kommenden Jahr hinziehen.