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"Meins wird Deins" - Münchner Kinder teilen wie St. Martin | BR24

© BR/Christina Fuchs

Kuscheltiere gespendet an St. Martin

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    "Meins wird Deins" - Münchner Kinder teilen wie St. Martin

    Heute ziehen viele Kinder mit ihren Laternen durch die dunklen Straßen. Sie erinnern dabei an den heiligen Martin. In einer Kirchengemeinde in München-Untermenzing gehen die Kinder noch einen Schritt weiter: Sie teilen ihr Spielzeug.

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    Die Kindergarten- und Grundschulkinder der katholischen Kirchengemeinde St. Raphael und Maria Trost in Untermenzing haben sich in den vergangenen Wochen intensiv mit dem heiligen Martin auseinandergesetzt. Sie kennen die Geschichte des römischen Soldaten, der in einer kalten Nacht seinen Mantel mit einem Schwert durchtrennt und die Hälfte einem Bettler gegeben hat.

    Ein bisschen wie Sankt Martin sein

    In vielen Kindergärten wird die Geschichte erzählt und es werden bunte Laternen für den Umzug gebastelt. Soweit, so normal. Das Besondere in der Gemeinde Maria Trost: Die Kinder werde selbst auch ein bisschen wie Sankt Martin. Denn schon seit 15 Jahren beteiligt sich der Kindergarten an der Aktion „Meins wird Deins“.

    "Die Kinder hier leben in Fülle, haben genug zu spielen und genug Kleidung. Sie erfahren im Gespräch und in der Arbeit mit uns, dass es Kinder in der Welt gibt, denen es einfach nicht so gut geht. Gemeinsam überlegen sie mit den Eltern, was sie geben könnten. Da kommt immer eine ganze Menge zusammen. Im letzten Jahr konnte ich ein ganzes Auto voll zur Aktion Hoffnung bringen." Erzieherin Judith Ettner

    Erlös der gespendeten Kuscheltiere geht nach Indien

    Die gespendeten Kleidungsstücke und Kuscheltiere werden in Eine-Welt-Läden der Aktion Hoffnung unter anderem in München, Augsburg und Nürnberg verkauft. Der Erlös kommt in diesem Jahr einem Projekt in Indien zugute.

    Die Kleinsten tun sich oft noch schwer, sich von liebgewonnen Sachen zu trennen, sagt Erzieherin Judith Ettner. Die größeren Kinder dagegen seien oft Feuer und Flamme für das Projekt. Nicht selten fragen sie die Kinder: "Wann machen wir wieder was für die armen Kinder?" - Und das nicht nur vor dem Martinsfest.