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Meidinger unterstützt Neuerungen für Abiturienten | BR24

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Heinz-Peter Meidinger

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Meidinger unterstützt Neuerungen für Abiturienten

Heinz-Peter Meidinger, der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes und Schulleiter in Deggendorf, begrüßt die vom Kultusministerium beschlossenen Änderungen in der Oberstufe bayerischer Gymnasien. Im Interview spricht er von einem "guten Kompromiss".

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Immer wieder wird an den Lehrplänen und der Struktur der bayerischen Gymnasien herumgebastelt. Neuester Beschluss aus dem Kultusministerium: Bayerische Gymnasiasten können in der Oberstufe künftig ein Leistungsfach frei wählen. In diesem Fach haben sie dann zwei zusätzliche Wochenstunden Unterricht. Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes (DL) und Schulleiter des Robert Koch Gymnasiums in Deggendorf, Heinz-Peter Meidinger, bewertet diese Änderung weitgehend positiv.

Oberstufenschüler dürfen Schwerpunkte setzen

Im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk spricht Meidinger von einem "guten Kompromiss".

"Ich glaube, dass das ein guter Kompromiss ist. Man muss immer die Balance finden. Einerseits soll die Abiturprüfung vergleichbar sein. Das heißt, es sollten möglichst viele Schüler auch in den zentralen Fächern wie Deutsch, Fremdsprachen, Naturwissenschaften und Mathematik unterrichtet werden. Auf der anderen Seite sollte man Oberstufenschülern ermöglichen, auch Schwerpunkte zu setzen. Das war in der alten Oberstufe nur begrenzt der Fall, das verbessert sich." Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes

Auch die Einführung sogenannter "Differenzierungsstunden" für schwächere Schüler begrüßt Meidinger.

"Es war ja die Frage, wenn Deutsch und Mathe durchgehend belegt werden müssen in der Oberstufe, ob es dann keine Möglichkeit gibt, Zusatzstunden zu erhalten. Das hat man jetzt elegant gelöst. Man kann jetzt auch hier zusätzliche Stunden belegen. Sowohl für Leistungsstärkere als auch für Leistungsschwächere." Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes

Offen bleibt für Heinz-Peter Meidinger die Frage, wie die Abiturprüfungen gestaltet werden. Es sei noch nicht die letzte Entscheidung gefallen, ob in Deutsch und Mathematik weiterhin schriftlich Abitur gemacht werden muss.

Neues Fach, breite Allgemeinbildung

Kultusminister Michael Piazolo (FW) erläuterte am Donnerstag in München, dass leistungsschwächere Schüler in der 13. Klasse in den Kernfächern Deutsch und Mathematik mithilfe von Differenzierungsstunden besser auf das Abitur vorbereitet werden sollen. "Wir sichern eine breite Allgemeinbildung und eröffnen zugleich mehr individuelle Wahlmöglichkeiten", so Piazolo. Neu sei auch das Fach Politik und Gesellschaft, das ebenfalls als Leistungsfach gewählt werden könne.

Arbeitsgruppe überarbeitet Oberstufe

Der Freistaat stellt derzeit wieder vom acht- auf das neunjährige Gymnasium um. Gemeinsam mit dem Ministerium erarbeitet dabei eine Arbeitsgruppe aus Direktoren-, Lehrer-, Eltern- und Schülervertretern die Details der neuen Oberstufe.