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Bayern

Mehrheit für Kontaktbeschränkungen auch nach den Osterferien | BR24

© dpa-Bildfunk/Uwe Anspach

Fußgänger gehen hinter einem Baum vorbei, um den Absperrband gewickelt ist.

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    Mehrheit für Kontaktbeschränkungen auch nach den Osterferien

    Der BR-BayernTrend zeigt: Eine Mehrheit der Menschen im Freistaat ist gegen eine rasche Lockerung der geltenden Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Krise. Die Sorge um die wirtschaftliche Lage in Bayern ist groß.

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    Im Kampf gegen das Coronavirus gelten bundesweit strenge Auflagen für die Bürger: Treffen von mehr als zwei Personen sind grundsätzlich verboten. Aktuell dürfen in Bayern nur Haushaltsmitglieder oder Familien gemeinsam draußen unterwegs sein. Die Regeln gelten bisher bis 19. April.

    Eine Mehrheit der Bayern ist dafür, dass die Kontaktbeschränkungen auch nach den Osterferien ab 20. April weiterhin gelten, wie der BR-BayernTrend ergab. 55 Prozent sprechen sich dagegen aus, dass die Regeln gelockert werden. Dafür sind 32 Prozent.

    Vier von zehn Bayern (38 Prozent) haben jedoch die Befürchtung, dass Freiheitsrechte wegen der Pandemie längerfristig eingeschränkt sein könnten.

    © Infratest dimap BR

    BR-BayernTrend: Lockerung der Kontaktbeschränkungen

    Vertrauen in Gesundheitseinrichtungen

    Ein weiteres Ergebnis des BR-BayernTrend: 42 Prozent der Bürger in Bayern sorgen sich, dass sie selbst oder Mitglieder ihrer Familie sich mit dem Coronavirus infizieren könnten. Zugleich ist das Vertrauen in das bayerische Gesundheitssystem aber hoch: 84 Prozent geben an, sie hätten sehr großes oder großes Vertrauen, dass die Krankenhäuser und Ärzte im Freistaat die Corona-Epidemie bewältigen können.

    Dennoch bestehen bei vielen Bürgern Zweifel an den vorhandenen Behandlungskapazitäten: 34 Prozent haben die Sorge, dass nicht jeder Erkrankte angemessen versorgt werden kann.

    Knapp drei Viertel sorgen sich um die ökonomische Lage im Land

    Gefragt wurde auch nach den ökonomischen Folgen: 30 Prozent befürchten demnach, dass sich ihre persönliche wirtschaftliche Lage infolge der Corona-Krise verschlechtern wird. Dabei ist die Sorge vor den Auswirkungen auf die eigene ökonomische Situation unter Bürgern im erwerbsfähigen Alter bis 64 Jahre wie erwartet weiter verbreitet als unter älteren.

    Den Verlust des Arbeitsplatzes befürchtet aktuell aber nur jeder Achte (zwölf Prozent). Ebenso viele äußern die Sorge, dass wichtige Güter des täglichen Bedarfs knapp werden könnten.

    Weitaus mehr als ihre persönliche Situation bewegt die Bayern die Auswirkungen der Pandemie auf die Wirtschaft im Bundesland: Knapp drei Viertel der Bürger (71 Prozent) befürchten, dass sich die wirtschaftliche Situation in Bayern verschlechtern wird.

    Der BR BayernTrend extra

    Dem BR-BayernTrend extra liegt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap bei 1.003 Wahlberechtigten in Bayern zugrunde (Befragungszeitraum: 2. bis 6. April). Alle weiteren BayernTrend-Ergebnisse sowie Reaktionen in Kürze hier auf BR24 sowie heute Abend ab 21.15 Uhr im BR Fernsehen in "Kontrovers".

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