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Mehrere bayerische Städte überschreiten Corona-Grenzwert | BR24

© dpa/pa/Angelika Warmuth

23.03.2020, Garmisch-Partenkirchen: Ehrenamtliche Mitarbeiter des Roten Kreuzes helfen ihren Kollegen beim Anziehen der Schutzausrüstung.

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    Mehrere bayerische Städte überschreiten Corona-Grenzwert

    In Bayern liegen mehrere Kommunen aktuell über dem Grenzwert von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen, wie aus den Zahlen des Landesamts für Gesundheit hervorgeht. Mancherorts werden die Corona-Auflagen nun verschärft.

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    Die Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt in Bayern steigt weiter an: Mehrere Städte haben den den Grenzwert von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten. Demnach liegen aktuell laut Landesamt für Gesundheit Rosenheim (63,17), Kaufbeuren (61,51) und Würzburg (60,99) darüber.

    Der Landkreis Garmisch-Partenkirchen ist nach Angaben des örtlichen Landratsamts ebenfalls betroffen. Dort war eine 26-Jährige nach BR-Informationen trotz Symptomen feiern gegangen und steckte als "Superspreaderin" vermutlich viele weitere Menschen an. Um ein weiteres Infektionsgeschehen zu unterbinden, wurden mit sofortiger Wirkung weitere Beschränkungen erlassen.

    Neu-Ulm kratzt aktuell am sogenannten Frühwarnwert von 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner (34,44). In München wird der Warnwert von 35 überschritten und es droht der sogenannte Inzidenzwert von 50 erreicht zu werden (43,42). Der Stadtrat berät am Montag über das weitere Vorgehen. Einen hohen Wert verzeichnen derzeit auch Memmingen (43,34) und Nürnberg (36.65).

    RKI meldet bundesweit 1.630 Corona-Neuinfektionen

    Bundesweit haben sich innerhalb eines Tages 1.630 Menschen neu mit dem Coronavirus infiziert. Das melden die Gesundheitsämter in Deutschland und das Robert Koch-Institut.

    Lange Warteschlangen bei Teststation in Würzburg

    In einigen Regionen wird derzeit verstärkt getestet: An der Teststrecke bei der Würzburger Talavera kommt es derzeit zu Warteschlangen. Wie das Landratsamt mitteilte, sind die Helfer "überwältigt von der Resonanz". Das Landratsamt bittet deshalb Personen, bei denen ein Test nicht dringend notwendig ist, auf einen Testtermin unter der Woche auszuweichen.

    Alkoholverbot in Würzburg und München

    In Würzburg gelten verschärfte Corona-Maßnahmen: Dazu gehört auch ein Alkoholverbot auf der Alten Mainbrücke. Auch in München gibt es ein Alkoholverbot. Es trat am Freitagabend in Kraft. In den Nächten auf Samstag und Sonntag darf kein Alkohol mehr verkauft oder getrunken werden, und zwar auf festgelegten öffentlichen Plätzen. Wer gegen das Alkoholkonsumverbot verstößt, muss mindestens 150 Euro Bußgeld bezahlen. Bei Verstößen gegen das Verkaufsverbot droht ein Bußgeld von mindestens 500 Euro. Sollte der Corona-Inzidenzwert von 35 kommende Woche weiterhin überschritten werden, will die Landeshauptstadt eine weitere Allgemeinverfügung erlassen.

    Staatssekretär Holetschek erwartet keinen neuen Lockdown

    Trotz der hohen Zahlen befürchtet Bayerns Gesundheitsstaatssekretär Klaus Holetschek (CSU) aber keinen zweiten Lockdown. Er halte ihn derzeit "für nicht sehr wahrscheinlich", sagte er dem Bayerischen Rundfunk.

    Hohe Zahlen in Österreich und Tschechien

    Mit Sorge blicken die Behörden allerdings auf die Nachbarländer. In Österreich gab es erneut einen drastischen Anstieg der Corona-Infektionen. Innerhalb von 24 Stunden seien 869 neue Fälle registriert worden, teilte die Regierung mit. In Tschechien gab es zuletzt 1.447 bestätigte, neue Fälle - mehr als je zuvor an einem Tag. Laut Gesundheitsministerium in Prag gibt es aktuell mehr als 12.200 aktive Fälle.

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