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Mehrere Fälle von Mumps an der Uni Bayreuth | BR24

© picture alliance/Julian Stratenschulte

Um vor Mumps zu schützen hilft eine Impfung.

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    Mehrere Fälle von Mumps an der Uni Bayreuth

    An der Uni Bayreuth sind innerhalb weniger Tage drei Mumps-Erkrankungen bekannt geworden. Das Gesundheitsamt Bayreuth geht davon aus, dass die Fälle miteinander in Zusammenhang stehen und klärt auf, wer gefährdet ist und wer nicht.

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    Weil es von Oktober bis Anfang November zu gleich drei Fällen von Mumps an der Universität Bayreuth gekommen ist, geht das Gesundheitsamt Bayreuth davon aus, dass sich die Infizierten gegenseitig angesteckt haben. In einem Schreiben warnt die Behörde vor den Gefahren einer Mumps-Erkrankung, die einen schweren Verlauf nehmen könne.

    Infizierter informiert Kontakte via Whatsapp

    Auf BR-Nachfrage heißt es aus dem Gesundheitsamt, bei den Erkrankten handle es sich um drei Studenten, die einander bekannt seien. Die Zahl der Erkrankten sei wohl auch deshalb nicht weiter gestiegen, weil sich der erste Erkrankte vorbildlich verhalten habe. So habe er nach der Diagnose seines Hausarztes sein Umfeld über eine Whatsapp-Gruppe informiert.

    Hohe Impf-Quote in Oberfranken

    Der letzte größere Ausbruch der Mumps-Erkrankung liege in Bayreuth zwei Jahre zurück. Damals erkrankten zehn Kinder einer Schule mit geringem Impfschutz. Davor sei rund 20 Jahre lang kein Ausbruch von Mumps in Bayreuth bekannt geworden. Die Impf-Quote in Oberfranken sei hoch.

    Bei Mumps schwillt die Ohrspeicheldrüse

    Bei wem die Erkrankung ausgebrochen sei, der merke das anhand einer schmerzhaften Schwellung der Ohrspeicheldrüse, die bis zu acht Tage andauere, heißt es aus dem Gesundheitsamt. Damit einher gingen oft Fieber, Kopfschmerzen, Unwohlsein, Muskelschmerzen und Appetitlosigkeit.

    Sieben Tage vor Beginn der Beschwerden ansteckend

    Das Gesundheitsamt Bayreuth weißt darauf hin, dass die mit dem Mumps-Virus infizierten Personen schon sieben Tage vor Ausbruch der Krankheit ansteckend seien. Die Inkubationszeit, also der Zeitraum, innerhalb dem infizierte Personen das Virus weitergeben können, betrage 18 Tage.

    Mumps kann zu Zeugungsunfähigkeit führen

    Besondere Gefahr bestehe für Schwangere und Personen mit geschwächtem Immunsystem. Aber auch bei ansonsten gesunden Menschen könne eine Mumps-Infektion zu erheblichen Komplikationen führen. Im Einzelfall sei eine Entzündung des Gehirns möglich, bei Männern könne es zu Entzündungen des Hodens und Unfruchtbarkeit kommen. Bei Frauen seien Entzündungen von Brust und Eierstöcken möglich. Übertragen wird der Erreger durch Tröpfchen beim Sprechen, Niesen, Husten, seltener durch mit Speichel verunreinigte Gegenstände.

    Das Gesundheitsamt rät zur Impfung

    Das Gesundheitsamt Bayreuth empfiehlt daher, den Impf-Status zu überprüfen und sich gegebenenfalls impfen zu lassen. Selbst wer sich drei Tage nach einer Ansteckung impfen lasse sei meist noch geschützt. Zumindest aber könne so eine weitere Ausbreitung und ein schwerer Verlauf der Erkrankung verhindert werden.

    Mumps: Wer die Krankheit einmal hatte gilt als sicher

    Relativ sicher vor einer Ansteckung seien Personen, die vor dem Jahr 1970 geboren sind. Bei ihnen sei davon auszugehen, dass sie die Erkrankung bereits einmal durchgemacht haben und gegen eine erneute Ansteckung immun seien. Auch Personen, die als Kind zweimal gegen das Mumps-Virus geimpft wurden, gelten als immun.