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Corona und Schule

Mehrere Corona-Fälle an Regensburger Schulen | BR24

© BR/Sebastian Grosser

An mehreren Schulen im Stadtgebiet Regensburg sind Schüler an Corona erkrankt. Die betroffenen Klassen sowie ihre Lehrkräfte müssen jetzt 14 Tage in Quarantäne. An einer der Schulen war bereits am Montag ein Schüler positiv getestet worden.

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Mehrere Corona-Fälle an Regensburger Schulen

An mehreren Schulen im Stadtgebiet Regensburg sind Schüler an Corona erkrankt. Die betroffenen Klassen sowie ihre Lehrkräfte müssen jetzt 14 Tage in Quarantäne. An einer der Schulen war bereits am Montag ein Schüler positiv getestet worden.

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An vier Schulen im Stadtgebiet Regensburg wurde bei Schülern eine Covid-19 Erkrankung festgestellt. Die betroffenen Schulklassen mit jeweils einer Klassenstärke von zehn Personen sowie die unterrichtenden Lehrkräfte wurden unter eine 14-tägige Quarantäne gestellt, bestätigt das Gesundheitsamt Regensburg auf BR-Nachfrage. An der betroffenen Mittelschule St. Wolfgang war bereits am Montag ein Schüler positiv auf Corona getestet worden.

Von der Quarantäne betroffen sind die Mittelschule St.Wolfgang, die Pestalozzi Mittelschule, die Realschule am Judenstein und die Städtische Berufsschule II in Regensburg. An der Berufsschule werden Mittelschüler für das berufsvorbereitende Jahr unterrichtet. Weitere Schulen seien derzeit nicht betroffen, so das Gesundheitsamt.

Zusammenhang mit Infektionen in Gemeinschaftsunterkünften

Um wieviele Schüler es sich genau handelt, lässt das Gesundheitsamt bisher offen. Laut dem Amtsleiter des Gesundheitsamts Matthias Pregler stehen die Fälle in den Schulen teilweise in einem Zusammenhang mit dem Infektionsgeschehen in zwei Regensburger Flüchtlingseinrichtungen, bei denen sich zuletzt insgesamt fast 100 Personen mit dem Coronavirus infiziert haben. Der Großteil der Corona-Fälle in Regensburg sei daher bestimmten Orten zuzurechnen.

Keine Verschärfung der Schutzmaßnahmen

Eine Verschärfung der Schutzmaßnahmen in der gesamten Stadt sei daher nicht notwendig, so Pregler. Die betroffenen Einrichtungen und Schulen werden von den Behörden "hygienisch betreut". So erhalten die Bewohner der Unterkünfte Mundschutz und Desinfektionsmittel. Die Schulen hätten von vornherein ein Hygienekonzept erarbeitet.

"Die Hygieneregeln werden an der Schule gut umgesetzt", bestätigt Alois Einhauser, Direktor der Realschule am Judenstein. Hier hat sich ein Schüler der Abschlussklasse mit dem Coronavirus infiziert, allerdings nicht in der Schule. Die Lehrer seien allesamt negativ getestet worden und dürften wieder unterrichten.

Hygieneregeln auch in der Freizeit

Die 16 Mitschüler dürfen nun 14 Tage die Schule nicht betreten und müssen auch in der Freizeit strengere Regeln einhalten. "Da sehe ich eher das Problem, dass einige Schüler meinen, die Hygieneregeln gelten nicht mehr in ihrer Freizeit." Realschuldirektor Einhauser hat daher nochmal mit allen Abschlussklassen gesprochen.

Laut aktuellem Stand seien die Abschlussprüfungen Anfang Juli sowie die Vorbereitungen darauf nicht in Gefahr. Sollte es aber dann zu Infektionen kommen, könnte das Folgen für die berufliche Entwicklung haben. Denn ohne Zeugnis könnten die Bewerbungen der Schüler bei viele Betrieben durchfallen.

Meiste Infektionen in Regensburg

Das Regensburger Gesundheitsamt meldet, dass es am Donnerstag bisher keinen neuen Fall in Stadt und Landkreis gegeben hat. Laut dem 7-Tage-Index des Robert-Koch-Instituts führt Regensburg weiterhin das bundesweite Ranking an. 49,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner hat es in den letzten sieben Tagen in der Oberpfälzer Stadt gegeben.

Nur knapp unter Grenzwert

Regensburg bleibt daher knapp unter dem Grenzwert von 50. An der Herangehensweise werde sich daher vorläufig nichts ändern, so das Regensburger Gesundheitsamt: Sollte in den Schulen ein weiterer Verdachtsfall auftreten, so würden die betroffene Klasse und die Lehrkräfte so lange unter Quarantäne gestellt, bis ein Ergebnis vorliegt.

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