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Seit Beginn der Badesaison sind mehrere Menschen in Bayern ertrunken

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    Mehrere Badeunfälle in Bayern: Tote und eine mutige Rettung

    Bei mehr als 30 Grad ist jede Abkühlung recht. Aber vor allem in unbeaufsichtigten Gewässern wie Seen und Flüssen passieren immer wieder Unfälle. Drei Menschen kamen dabei im Freistaat ums Leben. Retter verhinderten, dass es mehr waren.

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    Von
    • BR24 Redaktion
    • Christine Kellermann
    • Christine Haberlander

    Badeunfälle in bayerischen Gewässern haben während der aktuellen Hitzewelle bereits drei Todesopfer gefordert. Zwei Frauen und ein Mann starben am Donnerstag in Gewässern in Nürnberg, bei München und im oberfränkischen Landkreis Hof, wie die Polizei mitteilte. Ein weiterer Badeunfall bei Dachau hätte schlimm ausgehen können – wenn ein Retter nicht schnell eingegriffen hätte.

    Nichtschwimmer ertrinkt im Rhein-Main-Donau-Kanal

    Im Rhein-Main-Donau-Kanal bei Nürnberg starb ein 81-Jähriger. Die Polizei teilte mit, Ermittlungen hätten ergeben, dass der Mann Nichtschwimmer gewesen sei. Der 81-Jährige war offenbar häufiger zu der Unglücksstelle im Bereich einer Schleuse gekommen. Am Donnerstag bemerkten Zeugen dort dann einen Mann im Uferbereich. Taucher bargen den leblosen Körper aus dem Wasser, wie die Polizei mitteilte. Ein Notarzt habe nur noch den Tod des Mannes feststellen können.

    Tödlicher Unfall in Naturbadesee bei Helmbrechts

    Bei einem Badeunfall an einem See in der Nähe des oberfränkischen Helmbrechts (Landkreis Hof) kam eine 73-jährige Frau ums Leben. Badegäste hätten die leblose Frau am Donnerstagnachmittag in einem Naturbadesee entdeckt, teilte die Polizei mit. Sie brachten die Frau ans Ufer und versuchten, sie zu reanimieren. Die 73-Jährige starb aber später im Krankenhaus.

    Frau stirbt im Feldmochinger See bei München

    Im Feldmochinger See bei München starb eine 68-Jährige. Ein Stand-Up-Paddler hatte Feuerwehrangaben zufolge die Frau noch auf sein Brett gezogen und ans Ufer gebracht. Auch bei ihr blieben die Wiederbelebungsversuche aber erfolglos.

    Mann rettet Ertrinkenden aus See bei Dachau

    Einen weiteren Todesfall hätte es am Donnerstagabend leicht in einem See bei Dachau geben können. Ein 46-Jähriger rettete mit seinem beherzten Eingreifen aber wohl einen Mann vor dem Ertrinken. Er habe den um sich schlagenden 60-Jährigen bemerkt, sei sofort ins Wasser gesprungen, habe den Mann in etwa zwei Metern Tiefe finden und an Land ziehen können, teilte die Polizei mit. Die weitere Rettung war dann Teamarbeit: Ein 20-Jähriger half dem 46 Jahre alten Retter sofort bei der Reanimation, später unterstützten Wasserwachtler den Notarzt. Nach 15 Minuten Wiederbelebung seien bei dem 60-Jährigen wieder Vitalwerte festgestellt worden, teilte die Polizei mit. Am Freitag war sein Zustand stabil. Die Rettungswagenbesatzung lobte die "unglaubliche Leistung der Ersthelfer und der Wasserwacht".

    Bub muss in Traunstein reanimiert werden

    Ein vierjähriger Junge musste gestern Nachmittag im Traunsteiner Freibad reanimiert werden. In einem kurzem, unbemerkten Moment entfernte sich das Kind von seinen Eltern und sprang in das rund ein Meter tiefe Nichtschwimmerbecken. Kurze Zeit später bemerkte eine 19-jährige Schülerin den Jungen, der im Wasser trieb. Sie zog den bewusstlosen 4-Jährigen gemeinsam mit dem hinzugekommenen Bademeister aus dem Becken. Das Kind wurde sofort wiederbelebt und zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus Traunstein gebracht.

    Bereits Anfang des Monats hatten zwei Frauen einem Dreijährigen im Traunsteiner Freibad das Leben gerettet.

    Mädchen wird aus Wöhrder See in Nürnberg gerettet

    Auch im Wöhrder See in Nürnberg ist am Freitag ein Kind untergegangen, konnte aber wenig später aus dem Wasser gezogen und gerettet werden. Die Zehnjährige sei Nichtschwimmerin. Sie habe im seichten Bereich einer Bucht gespielt, teilte die Polizei am Freitag mit. Das Kind sei dann in den tieferen Bereich der Bucht geraten und habe dort nicht mehr stehen können. Mehrere Erwachsene tauchten nach der Untergegangenen - zunächst erfolglos. Erst ein Polizist bekam das Mädchen unter Wasser zu fassen. Am Ufer leiteten mehrere Zeugen sofort Wiederbelebungsmaßnahmen ein. Das Kind kam ins Krankenhaus. Am Freitagabend war es nach Angaben der Polizei bei Bewusstsein.

    Junger Mann kann aus Lech gerettet werden

    Dank einer gut funktionierenden Rettungskette ist am späten Mittwochnachmittag ein 25 Jahre alter Mann im Augsburger Stadtteil Lechhausen aus dem Lech gerettet worden. Nach Polizeiangaben war der Nichtschwimmer in die Strömung des Flusses geraten und abgetrieben. Er wurde von Rettungskräften der Wasserwacht bewusstlos gesichtet und geborgen. Am Ufer wurde der junge Mann von Notfallmedizinern reanimiert und anschließend ins Krankenhaus gebracht. Bei der Suche hatte auch ein Rettungshubschrauber geholfen. Wie die Wasserwacht schreibt, verdankt der Mann sein Leben wohl nur der gut funktionierenden Rettungskette, beginnend von der Mitteilung durch Passanten bis hin zum Zusammenwirken der Hilfsorganisationen und der Polizei.

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