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Mehr Wölfe, mehr Probleme für Schäfer | BR24

© pa/dpa/Sebastian Gollnow

Es gibt immer mehr Wölfe in Bayern. Für Schäfer eine zunehmend schwierige Situation. Shropshire-Schafe auf einer Wiese. (Symbolbild)

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    Mehr Wölfe, mehr Probleme für Schäfer

    Bayreuth, Schwandorf, Neustadt/Waldnaab, Eichstätt, Weilheim: Seit Mai wurden hier Wölfe nachgewiesen. Einen Verdacht gibt es auch in den Kreisen Traunstein und Rosenheim. In Reit im Winkl sind sechs Schafe gerissen worden, zwei bei Schäfer Gstatter.

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    Seit knapp eineinhalb Wochen ist die Welt für Schäfer Florian Gstatter in Reit im Winkl anders: Seitdem muss er viele seiner Schafe im Stall halten, und er muss sich mit Fördermaßnahmen des Freistaates auseinandersetzen - wie einem Herdenschutzhund oder einem speziellen Schutzzaun.

    Zwar ist noch nicht nachgewiesen, dass es sich bei den Rissen, die vor zehn Tagen in seiner Herde vorgekommen sind, wirklich um Wolfsrisse handelt, aber das Landesamt für Umwelt hat vorsorglich Gemeinden in den Landkreisen Rosenheim und Miesbach als temporäre Förderkulissen ausgewiesen: Tierhalter können sich hier also um Förderung für den Herdenschutz bewerben.

    Hohe Kosten für die Schäfer

    Gstatters Problem dabei: Das Geld muss er erst einmal vorstrecken - bis zu 25.000 Euro. Und die laufenden Kosten muss ebenfalls er im Anschluss aufbringen. Wie hoch die sein werden, kann er noch nicht schätzen. Ähnlich geht es in den Landkreisen Traunstein und Rosenheim, wo ebenfalls ein Wolfs-Verdacht vorliegt. Der Bund Naturschutz fordert deswegen schon länger, dass auch laufende Kosten übernommen werden. Das Landesamt für Umwelt sagte, man sei dabei, solche Möglichkeiten zu prüfen.

    Am Dienstag wollen alle Beteiligten an einem Runden Tisch zusammenkommen und über das weitere Vorgehen beraten.

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