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Bayern

Mehr Komfort für Kühe aus Anbindehaltung | BR24

© BR/Norbert Haberger

Kühe im Allgäu

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    Mehr Komfort für Kühe aus Anbindehaltung

    Knapp dreißig Prozent der bayerischen Kühe sind derzeit zumindest noch teilweise angebunden. Tierschützer bringt das auf die Palme. Doch ein schnelles Ende der Anbindehaltung ist nicht in Sicht. Aber es gibt kleine Schritte in Richtung Tierwohl.

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    Landwirt Thomas Kögel aus Immenstadt hat 30 Kühe, die im Sommer tagsüber auf der Weide sind. Im Winter müssen sie im Stall bleiben - angebunden. Kögel hat schon überlegt, einen Laufstall zu bauen. Doch das ist teuer - unter anderem, weil sein Viehbestand sehr klein ist. Zudem haben seine Kühe Hörner, die Milch wird ab Hof als "Hornmilch" verkauft. Ein einfacher Laufstall reicht da nicht - für jede seiner Kühe müsste er 20 000 Euro investieren.

    "Ich müsste den Laufstall bauen mit wesentlich mehr Quadratmeter pro Kuh. Also ich brauch' fast doppelt soviel Fläche, dass das funktioniert, der Wirkungsbereich von einer Kuh mit Horn ist halt wesentlich größer." Landwirt Thomas Kögel

    Trotzdem möchte Thomas Kögel erreichen, dass es den Tieren möglichst gut geht. Mit Unterstützung eines Experten hat er nun kleine, aber wirksame Schritte unternommen, die den Kühen mehr Komfort bieten.

    Mehr Licht, mehr Frischluft

    Im Stall sorgt jetzt ein neuer Lüfter für eine gutes Stallklima. Und auch mehr Licht empfiehlt der der Berater Herbert. Jede Kuh soll mindestens 150 bis 200 Lux abbekommen. Das ist hier einfach zu erreichen, indem an den Fenstern alle Wind- und Fliegengitter entfernt werden.

    Freigang im Winter

    Viel Arbeit für den Bauern, mehr Komfort für seine Tiere: Einmal in der Woche lässt Kögel seine Tiere auch im Winter ins Freie. Das ist machbar, weil er Auslaufflächen nah am Hof hat.
    "Man ist schon immer im Zwiespalt . Weil es ist ein Aufwand, aber wenn ich dann wieder seh, wie sie sich wohlfühlen, macht man es gern." Thomas Kögel