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Mehr Rücksicht aufs Tierwohl bei der Fleischerzeugung | BR24

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Schweinefleisch aus konventionellen Mastbetrieben - das mag nicht jeder. Aber oft hat der Verbraucher keine Wahl. In der Kantine muss gegessen werden, was auf den Tisch kommt. Ein großer Münchener Kantinenbetreiber denkt jetzt um - und ans Tierwohl.

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Mehr Rücksicht aufs Tierwohl bei der Fleischerzeugung

Schweinefleisch aus konventionellen Mastbetrieben - das mag nicht jeder. Aber oft hat der Verbraucher keine Wahl. In der Kantine muss gegessen werden, was auf den Tisch kommt. Ein großer Münchener Kantinenbetreiber denkt jetzt um - und ans Tierwohl.

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Auf der Suche nach einem Schweinemäster sind bayerische Kantinenchefs auf Landwirt Franz Löffler gestoßen. Der mästet im oberbayerischen Egling an der Paar 700 Schweine auf Betonspaltenboden ohne Einstreu und 700 auf Stroh. Für das Projekt mit den Kantinen liefert er pro Woche 25 Strohschweine. Die Tiere haben einen Liegebereich mit Einstreu zur Verfügung - zum Wühlen und Spielen. Außerdem gibt es Duschen und sie können an die frische Luft, es gibt einen Auslauf. Der ist allerdings ohne Stroh.

"Wenn ich ihn auf Stroh gemacht hätte, dann wäre das Produkt nochmal um einiges teurer geworden, weil dann hätte ich eine Person anstellen müssen, die sich nur um diesen Auslauf kümmert." Landwirt Franz Löffler

Franz Löffler füttert „gentechnikfrei“, zu 90 Prozent Getreide aus eigenem Anbau. Die Mast auf Stroh macht etwa drei Mal so viel Arbeit. Der Landwirt bekommt dafür 15 bis 20 Prozent mehr Geld als für die konventionell gemästeten Tiere. Das ist für ein Jahr so vereinbart.

Nicht nur Schnitzel

Bauer und Gastronomen sind sich einig: von den Tieren soll möglichst alles verzehrt werden, nicht nur die Edelteile. Das ist jetzt die Aufgabe von Manfred Bauer, dem Küchenchef der Allianz München. Er kann nicht nur Haxen und Schulter anbieten, sondern muss auch Innereien verarbeiten: Herz, Nieren und Zunge. Das „Beste vom Strohschwein“ wird an der Aktionstheke der Kantine zum Preis von 75 Cent pro 100 Gramm angeboten. Nur wenn die Kantinengäste das Angebot akzeptieren, wird das Projekt fortgesetzt und ausgeweitet.