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Mehr Platz für Radler: Stadt Nürnberg will Autospuren reduzieren | BR24

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Die Stadt Nürnberg will Pendler aufs Fahrrad bringen. Dafür soll mehr Platz für den Radverkehr in der Stadt geschaffen werden.

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Mehr Platz für Radler: Stadt Nürnberg will Autospuren reduzieren

Die Stadt Nürnberg will Pendler aufs Fahrrad bringen. Dafür soll mehr Platz für den Radverkehr in der Stadt geschaffen werden. Über eine mögliche Reduzierung von Autospuren berät heute der Stadtrat.

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Die Stadt Nürnberg will mehr Platz für den Fahrradverkehr schaffen. Dazu sollen auf einigen vierspurigen Straßen im Stadtgebiet Autospuren zugunsten des Radverkehrs reduziert werden. Ziel ist, dass künftig mehr Pendler aufs Fahrrad umsteigen. Dazu sollen auch mehrere Radschnellwege beitragen, die in den nächsten Jahren gebaut werden sollen.

Fahrverbote für Autos drohen

Die Nürnberger Stadträte diskutieren am Donnerstag darüber, wie das Fahrrad als Verkehrsmittel für Pendler attraktiver werden kann. Hintergrund dafür sind die anhaltend schlechten Schadstoffwerte in der Nürnberger Luft. Die Grenzwerte werden regelmäßig überschritten und es drohen Fahrverbote für den Autoverkehr.

Sicherheit für Pendler

Es ist geplant, dass auf einigen vierspurigen Einfallstraßen eine Fahrspur für Busse, Taxis und Radfahrer oder sogar ausschließlich für Radfahrer reserviert wird. Dies könnten zum Beispiel die Rothenburger oder die Fürther Straße sein. Nur so sei es möglich, dass Pendler, die aus den umliegenden Landkreisen nach Nürnberg radeln, sicher in die Innenstadt kommen, sagte Bau- und Verkehrsreferent Daniel Ulrich (parteilos) dem Bayerischen Rundfunk. Auf dem Altstadt- und dem Mittleren Ring würden jedoch keine Fahrspuren für den Autoverkehr wegfallen, so Ulrich.

ADFC kritisiert bisherige Radschnellweg-Planung

Für den überregionalen Radverkehr zwischen den Städten im Großraum sind sogenannte Radschnellwege vorgesehen, die an den Stadtgrenzen enden. Sie sollen vier Meter breit, sicher und kreuzungsfrei sein. Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) kritisiert die bisherige Planung. Denn derzeit sei beispielsweise der Schnellweg, der Nürnberg und Erlangen verbinden soll, noch keineswegs kreuzungsfrei geplant. Es gebe noch viel zu viele Ampeln, die die Fahrradfahrer zu zeitaufwändigen Stopps zwingen würden, sagte der Nürnberger ADFC-Vorsitzende Jens Ott dem BR. Die Radschnellverbindung nach Erlangen ist die erste, die im Großraum gebaut werden soll. Die Detailplanungen sollen im kommenden Frühjahr beginnen.