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Mehr Vlies-Rollen für mehr Masken: Das Unternehmen Sandler hat von der Nachfrage nach Vliesstoffen in der Corona-Pandemie profitiert.

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Mehr Mitarbeiter und Umsatz: Sandler profitiert von Corona-Krise

Die Sandler AG produziert Vliesstoffe. Gerade in der Corona-Pandemie sind diese Stoffe gefragter denn je. Sie werden unter anderem zur Herstellung von Corona-Schutzmasken gebraucht. Das Unternehmen wächst und stellt neue Mitarbeiter ein.

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Von
  • Kristina Kreutzer
  • BR24 Redaktion

Der oberfränkische Textilhersteller und Vliesstoffspezialist Sandler in Schwarzenbach an der Saale zieht eine positive Bilanz für das vergangene Geschäftsjahr. Wie das Unternehmen aus dem Landkreis Hof mitteilte, konnte 2020 der Umsatz auf 328 Millionen Euro gesteigert werden, das sind sechs Millionen Euro mehr als im Vorjahr.

Neue Mitarbeiter und höhere Produktionskapazitäten

Sandler hat auch 60 neue Mitarbeiter eingestellt und beschäftigt jetzt insgesamt 940 Menschen. Durch die Corona-Pandemie hätten sich die Anforderungen an das Unternehmen an allen Standorten verändert. Vor allem hätten zusätzliche Kapazitäten zur Produktion von Vliesstoffen für Atemschutzmasken geschaffen werden müssen. Vergangenen August nahm das Unternehmen dazu eine neue Fertigungsstraße für Maskenvlies in Betrieb.

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Die Firma Sandler hat vergangenen August eine neue Fertigungsstraße für Maskenvlies in Betrieb genommen. Das Vlies ist der Grundstoff für Masken, die vor dem Coronavirus schützen sollen.

Sandler: Gründungsmitglied im Masken-Verbund Bayern

Seit Mai ist Sandler Gründungsmitglied des Masken-Verbundes Bayern. Die Produktion laufe seit September 24 Stunden am Tag, sieben Tage in der Woche, so der Vorsitzende des Unternehmens, Christian Heinrich Sandler.

Weniger Stoffe für Autos und Möbel nachgefragt

Auch die Nachfrage nach Vlies für Desinfektionstücher sei angestiegen. Rückläufig hingegen sei die Nachfrage in der Automobilindustrie und der Möbelfertigung. Eine Herausforderung seien auch die Reisebeschränkungen, heißt es in der Mitteilung weiter. Denn: In Perry, im US-Bundesstaat Georgia, ist eine weitere Produktionsanlage entstanden. Der Aufbau verzögerte sich allerdings, da die Spezialisten vom Hauptsitz in Oberfranken erst im Herbst in den USA vor Ort sein konnten.

Ziel: Vlies aus neuen Rohstoffen

Das oberfränkische Unternehmen hatte immer wieder mit Schwankungen der Rohstoffpreise und Frachtkosten zu kämpfen. Auch die Lieferketten aufrecht zu erhalten, war oft problematisch. Trotzdem so das Unternehmen, versuche man, nachhaltiger zu arbeiten. So sollen künftig vermehrt neue Rohstoffe, zum Beispiel aus Ananas, Flachs, Bambus oder Mais, zur Fertigung von Vliesstoffen verwendet werden.

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