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Mehr Geld für den Schienenbau in Bayern - und mehr Baustellen | BR24

© BR/Lorenz Storch

Die Bahn in Bayern bekommt immer mehr Geld vom Bund, um ihre Gleise zu sanieren und auszubauen. Das führt in Zukunft zu Verbesserungen des Angebots – zunächst aber zu vielen Baustellen.

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Mehr Geld für den Schienenbau in Bayern - und mehr Baustellen

Vor den bayerischen Bahnkunden liegen noch Jahre mit Baustellen und Schienenersatzverkehr. Das bringen die Mehrausgaben des Bundes für den Gleisausbau und die Streckensanierung mit sich. Aber: Es gibt schon bald Takt-Verbesserungen.

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Die Bahn in Bayern bekommt immer mehr Geld vom Bund, um ihre Gleise zu sanieren und auszubauen. Vergangenes Jahr waren es 1,1 Milliarden Euro, heuer 1,6 Milliarden, und in Zukunft noch mehr. Das führt in Zukunft wohl zu Verbesserungen des Angebots – zunächst aber zu vielen Baustellen.

Konzernbeauftragter Josel: "Bauen ist Teil der Lösung"

Darauf stimmt der Konzernbeauftragte der Deutschen Bahn für Bayern, Klaus-Dieter Josel, die Bahnkunden schon einmal ein: "Wir müssen dann auch punktuell mal Streckensperrungen vornehmen. Aber mit dem klaren Fokus, das wir an einer Verbesserung des Gesamtsystems arbeiten. Bauen ist Teil der Lösung, um die Schiene zu stärken."

Bahn: Baustellenplan für 2020 steht noch nicht

Etwa auf der Strecke München-Lindau: Im kommenden Jahr wird noch einmal kräftig gebaut. Ab Dezember 2020 allerdings fahren dann Schweizer Züge elektrisch betrieben und mit Neigetechnik, in nur noch dreieinhalb Stunden zwischen Zürich und München.

Zwischen Würzburg und Nürnberg will die Bahn bald ein neues Baustellenmanagement ausprobieren: Einzelne Züge, die wegen Verspätung den ganzen Fahrplan durcheinander zu bringen drohen, werden dann aufgehalten oder umgeleitet – zum Wohle vieler anderer, die dann hoffentlich pünktlicher fahren.

Auch im Bahnknoten München soll es wieder viele Baustellen geben, die zu Verkehrseinschränkungen führen. Den genauen Baustellenplan für das kommende Jahr hat die Deutsche Bahn jedoch noch nicht fertiggestellt.

München-Berlin ohne Umsteigen im Stundentakt

Verbesserungen gibt es ab Dezember auf der Schnellverbindung München-Berlin: Hier fahren die ICEs dann von 5 bis 20 Uhr im Stundentakt – bisher hieß es um die Mittagszeit noch Umsteigen in Nürnberg. Die Nachfrage auf dieser Verbindung steigt laut Bahn doppelt so stark wie im Fernverkehr insgesamt: Im Jahresvergleich waren zwischen München und Berlin zuletzt zehn Prozent mehr Passagiere in den Zügen unterwegs, im gesamten Fernverkehhrsnetz der Deutschen Bahn liegt die Steigerung zwischen vier und fünf Prozent.