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Mehr Fahrradunfälle in Ostbayern - Corona als Ursache? | BR24

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Im Jahr 2020 gibt es mehr Fahrradunfälle in Niederbayern und der Oberpfalz. Das bestätigte die Polizei dem BR. Die Corona-Pandemie habe vermutlich auch damit zu tun. In Schwandorf beispielsweise seien die Fahrradunfälle um 30 Prozent gestiegen.

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Mehr Fahrradunfälle in Ostbayern - Corona als Ursache?

Im Jahr 2020 gibt es mehr Fahrradunfälle in Niederbayern und der Oberpfalz. Das bestätigte die Polizei dem BR. Die Corona-Pandemie habe vermutlich auch damit zu tun. In Schwandorf besipielsweise seien die Fahrradunfälle um 30 Prozent gestiegen.

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Von
  • Meike Föckersperger
  • BR24 Redaktion

Die Zahl der Radunfälle in Niederbayern und der Oberpfalz ist wohl auch als Folge der Corona-Pandemie gestiegen. In Schwandorf beispielsweise sagte Polizeihauptkommissar Dieter Jäger dem BR: "Man merkt an bestimmten Unfallzahlen, dass in diesem Jahr viele Urlaub Zuhause gemacht haben." So seien die Unfälle mit Fahrrädern seit 1. Januar 2020 in Schwandorf um 30 Prozent gestiegen.

Mehr Radunfälle in Niederbayern und der Oberpfalz

Wie die Polizei mitteilt, lassen sich in ganz Niederbayern und der Oberpfalz steigende Zahlen feststellen, jedoch aufgrund noch laufender Unfallverfahren noch keine abschließende Bilanz für das Jahr 2020 ziehen.

In Niederbayern vermerkte die Polizei im Zeitraum vom 1. März bis zum 31. August 2020 einen Anstieg bei den Radunfällen um fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ursache sei auch die Tatsache, dass während der Corona-Krise immer mehr Menschen das Fahrradfahren für sich entdeckt hätten. In der Oberpfalz sei die Anzahl der durch Radfahrer verursachten Verkehrsunfälle schon in den vergangenen Jahren gestiegen, so ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberpfalz.

Trend hin zum E-Bike

Der Trend zum E-Bike-Fahren sei in diesem Jahr bemerkbar. Immer mehr Fahrer seien mit einem Pedelec unterwegs, teilte die Oberpfälzer Polizei mit. Daraus seien neue Gefahren entstanden, besonders bei der Benutzung von Wegen zusammen mit Fußgängern und Fahrern von E-Scootern. Zudem werde immer wieder ein unsicherer Umgang mit den E-Bikes festgestellt. Ein Pedelec sei aufgrund der Größe und dem Gewicht anders zu fahren, als ein "normales Rad". Beispielsweise ändere sich der Bremsweg.

Geisterradler als Ursache für Radunfälle

Die sogenannten "Geisterradler", also Fahrradfahrer, die in entgegengesetzter Fahrtrichtung unterwegs sind, würden ebenfalls eine große Rolle bei den Ursachen für Radunfällen spielen, so die Polizei.

Deshalb gebe es in diesem Jahr vermehrt Veranstaltungen und Infomaterial zum Thema Verkehrssicherheit bei Fahrradfahrern. Außerdem werden weiterhin regelmäßig Fahrradkontrollen stattfinden, wie es beispielsweise am 20. August in Regensburg der Fall war.

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