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Engelsfigur und ewiges Licht auf einem Grab (Symbolbild)

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    Mehr Drogentote im Großraum Augsburg

    Ein symbolischer Friedhof ist aufgebaut – mitten in Augsburg. Damit will die Drogenhilfe Schwaben wachrütteln. Denn im Großraum Augsburg sind heuer schon 14 Menschen wegen Drogenkonsums gestorben. Fast so viele wie im gesamten vergangenen Jahr.

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    Von
    • Torsten Thierbach
    • Matthias Lauer

    In diesem Jahr sind im Großraum Augsburg bereits 14 Menschen an den Folgen ihres Drogenkonsums gestorben. Im gesamten letzten Jahr waren es insgesamt 18. Um ihnen zu gedenken, beteiligt sich auch die Drogenhilfe Schwaben in Augsburg heute (21.07.) am bundesweiten Drogentotengedenktag. Deshalb ist am Augsburger Helmut-Haller-Platz noch bis 15 Uhr ein symbolischer Friedhof installiert.

    Todesursache: Überdosierung mit Substituten

    Der bundesweite Drogentotengedenktag steht heuer unter dem Motto: "Drogentod vermeiden – Substitution individualisieren." Hauptursache der Todesfälle sind Überdosierungen mit Opioiden und Morphin, sowie die Kombination mit anderen Substanzen, so Uwe Schmidt von der Drogenhilfe Schwaben.

    Forderung nach weniger Bürokratie und mehr Hilfe

    Schmidt fordert unter anderem eine strukturelle Veränderung der Behandlung von Drogenabhängigen, eine flächendeckende Substitution besonders im ländlichen Bereich, einen Zugang zur Behandlung auch ohne Krankenversicherung, die Schaffung von weiteren Substitutionsplätzen, die Gleichstellung der Diamorphinvergabe und eine Entbürokratisierung der Behandlung für substituierende Ärzte.

    Raus aus der Illegalität durch andere Behandlung

    Laut Schmidt entlastet die Substitutionsbehandlung drogenabhängige Menschen nicht nur davon, sich illegal Substanzen beschaffen zu müssen, sondern legt auch gleichzeitig die Basis für weitere medizinische und psychosoziale Hilfestellungen. Ihre Forderungen will die Drogenhilfe Schwaben mit einer Social-Media Aktion öffentlich präsentieren.

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