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Der Auerhuhn-Bestand in den Nationalparks Bayerischer Wald und Šumava ist in den vergangenen Jahren leicht gewachsen.
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Katharina Häringer
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Der Auerhuhn-Bestand in den Nationalparks Bayerischer Wald und Šumava ist in den vergangenen Jahren leicht gewachsen.

Der Auerhuhn-Bestand in den Nationalparks Bayerischer Wald und Šumava ist in den vergangenen Jahren leicht gewachsen. Wie die Leiter der Nationalparks jetzt bekanntgaben, wurden im Rahmen eines großangelegten Monitorings 605 Auerhühner in der Region ermittelt, rund 50 mehr als bei der letzten Studie vor fünf Jahren. Damals wurden 556 Tiere ausgemacht.

Auerhuhn-Kot als Indikator

Für das Monitoring sammelten Nationalpark-Mitarbeiter im Winter 2016/2017 insgesamt 1.324 Kotproben in den Nationalparks sowie in den Bereichen Arber, Bischofsmais und Dreisessel. Über DNA-Analysen konnten die Tiere bestimmt werden. Anschließend wurde ihre Zahl mit der der früheren Studie verglichen.

Gesammelter Auerhuhn-Kot

Gesammelter Auerhuhn-Kot

Sensible Wildvögel

Auerhühner brauchen extrem viel Ruhe. Zu viel Stress kann zum Tod führen. Deshalb dürfen die markierten Wanderwege im Nationalpark von 15. November bis 15. Juli nicht verlassen werden. "Die Ergebnisse zeigen, dass das Wegegebot bei Wanderern zunehmend auf Verständnis stößt", bilanzierte Nationalparkleiter Franz Leibl zufrieden.

Einige Auerhühner zum zweiten Mal dabei

Es gibt auch Tiere, deren Kot sowohl vor fünf Jahren als auch diesmal gesammelt wurde. "Diese Nachweise zeigen, dass einzelne Hennen und Hähne mindestens sechseinhalb Jahre alt werden können – und das ist schon ein sehr hohes Alter", betonte der tschechische Nationalparkleiter Pavel Hubený. "Diese Zahlen liegen über dem Durchschnitt anderer Studien." Geplant ist, das Monitoring in fünf Jahren zu wiederholen.

Ein Auerhahn im Bayerischen Wald

Ein Auerhahn im Bayerischen Wald