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Bayern

Mehr Arbeitslose in der bayerischen Automobilindustrie | BR24

© pa/dpa/Jens Kalaene

An einer Ladestation wird ein E-Auto geladen.

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    Mehr Arbeitslose in der bayerischen Automobilindustrie

    137.000 Arbeitsplätze stehen in der bayerischen Automobilbranche auf der Kippe. Das hatte das Münchner ifo Institut schon 2019 verkündet. Beim Blick auf die aktuellen Arbeitsmarktzahlen wird deutlich: Der Wind in der Automobilbranche wird rauer.

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    Genau 249.502 Menschen in Bayern sind zurzeit arbeitslos. Das ist ein Anstieg um 0,5 Prozent, auf eine Arbeitslosenquote von 3,3 Prozent für Bayern. Saisonalbedingt üblich, heißt es von der Bundesagentur für Arbeit.

    Unsichere Zukunft

    Der Chef der bayerischen Arbeitsagenturen, Ralf Holzwart, beobachtet jedoch: "Die Beschäftigung wächst langsamer, der Zugang an offenen Stellen nimmt ab." Hinzu komme, dass die Nachfrage nach Kurzarbeit stetig ansteige. Laut Holzwart sind das "Indikatoren, dass die Unternehmen mit weniger Zuversicht in die Zukunft schauen."

    Automobilzulieferer schließen Werke in Bayern

    Besonders viele Kurzarbeiter gebe es gerade in der verarbeitenden Industrie. Sichtbar am Beispiel Schweinfurt. Die Stadt in Unterfranken verzeichnete mit 6,7 Prozent den höchsten Anstieg der Arbeitslosenquote in Bayern. Schweinfurt ist als Industrieregion bekannt, in der auch Automobilzulieferer wie Schaeffler zuhause sind. Schaeffler kündigte vergangenes Jahr an, deutschlandweit 1.300 Stellen abbauen zu wollen.

    BR24live – "Wenn Auto, dann Elektroauto."

    Auch Brose in Bamberg, Hallstadt, Coburg und Würzburg planen Stellen zu streichen, Harman in Straubing oder Brandl in Pfeffenhausen sogar noch dieses Jahr. Ein Grund ist der Umstieg auf E-Mobilität. Denn ein E-Auto-Motor ist deutlich einfacher herzustellen als ein klassischer Verbrennungsmotor.

    Die Jobangst der Beschäftigten und der Wandel in der bayerischen Autoindustrie war diese Woche ein großes Thema in einem BR24Live-Talk. Darin forderte beispielsweise User Tobias Hammerl einen konsequenten Umstieg auf E-Autos – das habe auch etwas mit Verantwortung gegenüber unseren Kindern zu tun.