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Mehr als viereinhalbtausend Einsätze bei der Bergwacht Bayern | BR24

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Die bayerische Bergwacht musste im letzten Sommer mehr als 3.000 Mal ausrücken - doppelt so oft wie noch vor 12 Jahren.

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Mehr als viereinhalbtausend Einsätze bei der Bergwacht Bayern

Die überwiegend ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Bergwacht waren in Bayern mehr als 4.500 Mal zu Rettungs- und Hilfseinsätzen unterwegs. Das waren gleichviel Wintereinsätze wie im Vorjahr. Die Zahl der Sommereinsätze ist aber stark angestiegen.

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Allein die Statistik der Bergwacht Bayern liest sich sehr eindrucksvoll. Zwar hat es bei Einsätzen im Winter, wie nach Lawinenabgängen, sogar einen Rückgang geben im Vergleich zu den Vorjahren. Im Sommer jedoch mussten die Ehrenamtlichen gut 3.000 Mal ausrücken - das ist etwa doppelt so oft wie 2006 und ein Beleg dafür, dass die Berge fast überlaufen sind.

Wanderer oft schlecht ausgerüstet und nicht fit

Der Freizeitdruck auf die Berge wächst. Die Einsatzzahlen beziehen sich auf alle Bergsportarten: Wandern, Bergsteigen, Klettern, Mountainbiken, Flugsport, Laufen, Canyoning und Höhlenwanderungen. Immer wieder klagen die Retter über schlecht ausgerüstete und untrainierte Wanderer, die Rettungseinsätze anfordern. Beim klassischen Bergwandern gab es über 1600 Einsätze, viele davon sind auf Herz-Kreislauf-Probleme der Wanderer zurück zu führen. Die Bergwacht Bayern hat in ihrer Statistik für das letzte Jahr 3071 Sommer-Einsätze gezählt. Der größte Anteil bezieht sich auf Bergwandern und Bergsteigen – da stehen 2161 Einsätze in den Zahlen.

Mountainbiker fordern die Bergretter immer öfter

Die größten Steigerungen gibt es aber bei den Bergradlern. Die Bergwacht unterscheidet da nicht zwischen elektrischen und anderen Bikes. Sie haben ein echtes Problem mit der Zunahme der Einsätze in diesem Bereich. Fast 600 Einsätze gab es bei verunglückten Bikern. Bei den Trendsportarten sind Kletterunfälle im Vergleich zur steigenden Zahl der Aktiven mit 123 Einsätzen nur leicht gestiegen. Auffällig die Flugunfälle mit über 100 Gleitschirmen. Bei Bergtouren in den Pfingstferien mahnt die Bergwacht zu sorgfältiger Ausrüstung und Routenwahl für Touren oberhalb von 1700 Metern.

© D. Berchthold, Bergwacht Allgäu

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