| BR24

 
 

Bild

Schloss Neuschwanstein im Winter
© dpa/pa/Hauke-Christian Dittrich

Autoren

Simon Emmerlich
© dpa/pa/Hauke-Christian Dittrich

Schloss Neuschwanstein im Winter

Die bayerischen Schlösser, Burgen und Residenzen sind nach wie vor beliebte Ausflugsziele. Mehr als fünf Millionen Besucher verzeichnete die Schlösser- und Seenverwaltung im vergangenen Jahr. Spitzenreiter war 2018 wieder einmal Schloss Neuschwanstein. Knapp 1,5 Millionen Menschen besichtigten das Märchenschloss im vergangenen Jahr. 200.000 mehr als noch vor zehn Jahren. Auf Platz zwei und drei liegen Schloss Linderhof mit rund 440.000 und Herrenchiemsee mit rund 370.000 Besuchern. Damit bringen die bayerischen Schlossanlagen 29 Millionen Euro an Eintrittsgeldern, dazu kommen vor allem noch Einnahmen aus Vermietungen und Verpachtungen.

Trotz Besucheransturm: Schlösser bleiben Zuschussgeschäft

Kostendeckend arbeitet die Schlösserverwaltung trotzdem nicht, die Gesamteinnahmen decken zu 86 Prozent die Ausgaben. Allein Baukosten für Instandhaltungen und Sanierungen summieren sich jährlich auf gut 50 Millionen Euro. In diesem Jahr wird das wichtigste Ausstellungsprojekt eine Sonderschau in Bamberg in der Neuen Residenz. Anlass ist die sogenannten Bamberger Verfassung von 1919. In den Wirren der Münchner Räterepublik war Bamberg zwischenzeitlich Sitz der bayerischen Regierung und des Landtags. Die bayerische Ruhmeshalle Walhalla in Donaustauf wird in diesem Jahr um eine Frauenbüste reicher – Käthe Kollwitz wird von insgesamt 131 geehrten Persönlichkeiten die siebte weibliche Büste sein.