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Vier Städte und Landkreise über Corona-Inzidenzwert 300 | BR24

© pa/dpa

Seit heute gelten in Passau strenge Corona-Auflagen inklusive Ausgangsbeschränkungen. Grund sind die seit Tagen sehr hohen Corona-Fallzahlen. Heute lag die sogenannte 7-Tages-Inzidenz bei knapp 440 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

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Vier Städte und Landkreise über Corona-Inzidenzwert 300

Seit Beginn der Pandemie haben sich in Bayern mehr als 200.000 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt - fast 4.000 Fälle kamen in den letzten 24 Stunden hinzu. Vier Städte und Landkreise weisen zurzeit eine 7-Tage-Inzidenz über 300 auf.

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Von
  • Karin Goeckel
  • Lasse Berger
  • BR24 Redaktion

In Bayern ist die Marke von 200.000 Corona-Infektionen seit Beginn der Pandemie überschritten worden. In den letzten 24 Stunden wurden 3.938 bestätigte Neuinfektionen gemeldet, wie das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mitteilte. Damit stieg die Gesamtzahl auf bayernweit 202.370 Corona-Fälle. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich um 62 auf 3.764.

Vier Regionen in Bayern mit Inzidenzwert über 300

Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt in Bayern aktuell bei 174,06, etwas niedriger als gestern. Bayernweit am höchsten ist der Inzidenzwert weiterhin in der Stadt Passau mit 439,37, im Landkreis Passau liegt er bei 332,72. Den zweithöchsten Wert in Bayern meldet heute der Landkreis Regen mit 339,75 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Auch die Stadt Hof weist mit 325,15 eine Inzidenz über 300 auf.

Bei Werten über 300 drohen schärfere Corona-Maßnahmen

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte strengere Maßnahmen für Regionen mit einem Inzidenzwert von mehr als 300 Neuinfektionen angekündigt. Die Entscheidung überlässt Söder allerdings den Kommunen in Absprache mit dem Gesundheitsministerium.

In Passau etwa dürfen die Bürger nun ihre Wohnung nur noch aus triftigem Grund verlassen, beispielsweise um zur Arbeit, zum Arzt oder zum Einkaufen zu gehen. Außerdem gilt ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen. Die Stadt verordnet Wechselunterricht für die Jahrgangsstufen 7 bis 11 - mit Ausnahme von Abschlussklassen an Mittel- und Realschulen. Wer einen Angehörigen in einem Altenheim besuchen will, muss vorher einen Schnelltest machen und damit nachweisen, dass er nicht infiziert ist.

Diese Beschränkungen gelten vorerst eine Woche. Sollten die Infektionszahlen auf eine Inzidenz von 300 zurückgehen, könnten die Beschränkungen laut Passauer Oberbürgermeister Jürgen Dupper (SPD) wieder gelockert werden.

Bis Dienstag keine strengeren Regeln in Hof

Die Stadt Hof wird bis Dienstag keine weiteren Maßnahmen in die Wege leiten. Dies teilte eine Sprecherin der Stadt dem BR auf Nachfrage mit. Dann nämlich will das Staatsregierung die überarbeitete Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung bekanntgeben. Von der inzwischen neunten Auflage erhofft sich die Stadt Hof rechtliche Grundlagen, um strengere Schutzmaßnahmen durchsetzen zu können.

21.695 Neuinfektionen in Deutschland

In Deutschland übermittelten die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) unterdessen 21.695 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden, wie das RKI am frühen Samstagmorgen meldete. Am vergangenen Samstag hatte die Zahl bei 22.964 gelegen. Der Höchststand war am Freitag vor einer Woche (20.11.) mit 23.648 gemeldeten Fällen erreicht worden. Die Gesundheitsämter meldeten binnen eines Tages zudem 379 neue Todesfälle.

Eine leichte Entspannung zeichnete sich auf den Intensivstationen ab. Das Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) wies am Samstag (Stand: 12.15 Uhr) 5.526 freie Intensivbetten aus, und damit rund 200 mehr als am Vortag.

Hildburghausen hat weiterhin die höchste Inzidenz Deutschlands

Die bundesweit höchste Inzidenz verzeichnet immer noch der Nachbarlandkreis von Coburg, der Kreis Hildburghausen in Thüringen mit einem Wert von 595, auch wenn die Inzidenz seit gestern gefallen ist - da waren es noch knapp 630.

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