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Medizinstudium in Coburg: Erster Jahrgang startet bei Regiomed | BR24

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In Coburg startet heute der erste Jahrgang von Medizinstudenten in den klinischen Teil seines Studiums. In den vergangenen drei Jahren studierten sie im kroatischen Split. Nun starten sie an der Medical School des Klinikverbunds Regiomed.

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Medizinstudium in Coburg: Erster Jahrgang startet bei Regiomed

In Coburg haben heute die ersten Medizinstudenten den klinischen Teil ihres Studiums aufgenommen. In den vergangenen drei Jahren studierten sie im kroatischen Split. Heute starten sie an der Medical School des Klinikverbunds Regiomed.

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In Coburg sind heute Medizin-Studierende des ersten Jahrgangs der Medical School des Klinikverbunds Regiomed in den klinischen Teil ihres Studiums gestartet. Das Studium dauert insgesamt sechs Jahre und wird in Zusammenarbeit mit der Universität in Split durchgeführt.

Drei Jahre an der Uni in Split

Die 17 Studentinnen und Studenten waren bereits drei Jahre lang an der Uni in Kroatien. Dort haben sie die klinischen Grundlagenfächer und vorklinischen Fächer gelernt. An der Medical School durchlaufen die Studentinnen und Studenten nun den kompletten klinischen Fächerkanon. Unterrichtet werden sie von Ärzten der Regiomedkliniken. In Fachbereichen, die nicht durch die Kliniken im Verbund abgedeckt sind, lehren externe Dozenten, wie beispielsweise Professoren der Universität in Split.

Studierende erhalten kroatischen Abschluss

Die Studentinnen und Studenten sind während des gesamten Studiums an der kroatischen Uni eingeschrieben und erhalten am Ende einen kroatischen Abschluss. Wie auch bei einem Medizinstudium an einer deutschen Universität erlernen die angehenden Ärzte alle Fächer, erst im Anschluss können Sie sich für eine spezielle Fachrichtung entscheiden, sagte der medizinische Leiter der Medical School, Dr. Georg Breuer, dem Bayerischen Rundfunk.

Intensive Betreuung und internationale Anbindung

Unterschiede des Studiums in Split und bei Regiomed zu einem Medizinstudium an einer deutschen Universität sieht Breuer in der internationalen Anbindung und der kleinen Gruppengröße der Studentinnen und Studenten. So könnten die angehenden Mediziner bei Regiomed intensiver betreut und angelernt werden.

Millionenverlust bei Regiomed – keine Auswirkung auf Ausbildung

Der Aufsichtsrat des Klinikverbunds hatte vergangene Woche einen Verlust von 25,1 Millionen Euro für das Jahr 2018 bekannt gegeben. Entsprechende Sanierungspläne sind bereits auf den Weg gebracht worden. Auf die Ausbildung der Studentinnen und Studenten habe die angespannte finanzielle Situation aber keine Auswirkungen, sagte Dr. Dorothea Thieme, die verwaltungstechnische Leiterin der Medical School. Man habe die Lehrräume fertiggestellt, die Lehre werde durch den Fakultätsrat sichergestellt, in engster Abstimmung mit der Uni in Split, das Studium könne vollumfänglich geleistet werden, so Thieme.