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Medizinstudenten helfen wegen Corona im Thoraxzentrum aus | BR24

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Um die Coronakrise zu meistern, brauchen viele Kliniken mehr Personal. Deshalb helfen jetzt Medizinstudenten aus. Im Thoraxzentrum Bezirk Unterfranken in Münnerstadt unterstützen die Studenten etwa die Intensivpflege.

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Medizinstudenten helfen wegen Corona im Thoraxzentrum aus

Um die Coronakrise zu meistern, brauchen viele Kliniken mehr Personal. Deshalb helfen jetzt Medizinstudenten aus. Im Thoraxzentrum Bezirk Unterfranken in Münnerstadt unterstützen die Studenten etwa die Intensivpflege.

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Von
  • Alisa Wienand

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Auf der Intensivstation des Thoraxzentrums in Münnerstadt im Landkreis Bad-Kissingen sind aus allen Ecken piepsende Alarmgeräusche zu hören. In einem Krankenzimmer steht Medizinstudent Felix Seese am Bett eines Patienten, der eine schwere chronische Lungenkrankheit hat. Der 24-Jährige unterstützt einen Krankenpfleger dabei, den Atemschlauch des Patienten zu reinigen.

Lungenklinik braucht mehr Personal

Zusammen mit zwei Kommilitonen unterstützt Felix Seese seit drei Wochen die Intensivpflege im Thoraxzentrum. Dazu gehört auch Josephine Schwarzkopf. Dass die 20-jährige Medizinstudentin schon im zweiten Semester in einer Klinik mit anpacken darf, hat sie nicht erwartet. Aber auch wenn die Lage in Münnerstadt noch relativ ruhig ist: Für die Krisensituation braucht die Lungenklinik mehr Personal.

Medizinstudenten entlasten Pflegekräfte

Die Studenten hätten sehr viel medizinisches Wissen und praktische Erfahrungen und könnten daher umfangreich eingesetzt werden, sagt Betriebsleiter Christian Imhof. Über den Einsatz der Studenten freuen sich auch die Pflegekräfte. "Ich finde das klasse. Das entlastet uns total gut. Und von der Praxis auch vorher was mitzubekommen, schadet nicht", sagt Krankenpfleger Marcus Richter.

Coronavirus: Mehr zur Lage in Unterfranken erfahren Sie hier.

Studium findet wegen Corona online statt

Der 28-jährige Medizinstudent Marc Klingert aus Bad Königshofen im Landkreis Rhön-Grabfeld sieht die Arbeit auf der Intensivstation als gute Ergänzung zum Studium: "Man kann einfach wahnsinnig viel lernen, was man im Studium so praktisch gar nicht mitbekommt." Zusammen mit Felix Seese wäre Klingert eigentlich gerade in Breslau in Polen, wo beide Medizin studieren. Die Kurse finden derzeit aber online statt.

Studenten helfen an der Uniklinik Würzburg aus

Auch an der Uniklinik Würzburg helfen derzeit Medizinstudenten aus. 850 Würzburger Studenten haben sich als Hilfskräfte in der Coronakrise gemeldet. 200 davon sind bereits im Einsatz. Die Studenten unterstützen die Ärzte und Pflegekräfte etwa auf Intensivstationen, in der Covid-19-Untersuchungsstelle und in der Notaufnahme.

Hannah Wilhelm ist in der Uniklinik als Pflegelotsin im Einsatz und hat damit den ersten Kontakt zu den Patienten. Sie muss dafür sorgen, dass sich jeder, der die Klinik betritt, die Hände desinfiziert und einen Mundschutz trägt. Erst nachdem Wilhelm eine Corona-Befragung durchgeführt und Fieber gemessen hat, können Patienten die Klinik betreten.

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