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Impfzentrum in Regensburg

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    Mediziner plädieren für Fortbestand der Impfzentren

    Auch wenn die Hausärzte inzwischen immer mehr Impfungen verabreichen, will Bayerns Gesundheitsminister Holetschek die Impfzentren vorerst beibehalten. Diese Meinung vertritt auch der Infektiologe Bernd Salzberger von der Unikinik Regensburg.

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    Von
    • Meike Föckersperger

    Rund ein Drittel der Impfungen in der Region wird inzwischen von den Hausärzten erledigt. Die Impfzentren sollen aber nach Ansicht von Gesundheitsminister Holetschek vorerst noch bestehen bleiben.

    Auch der Infektiologe Bernd Salzberger von der Unikinik Regensburg fände es nicht gut, wenn die Impfzentren schließen würden. Dem BR sagte er, mit Blick auf eine mögliche dritte Impfung im Herbst/Winter sei es wünschenswert, die Unterstützung der Impfzentren zu haben. Das bestätigt auch Heriberth Szikha, Hausarzt und ärztlicher Koordinator im Landkreis Regensburg.

    Hausärzte an der Kapazitätsgrenze

    Man könne Impfzentren zwar reduzieren, etwa bei Zweigstellen, allerdings benötige man sie dringend, da Hausärzte an der Kapazitätsgrenze seien. Szikha betonte außerdem, dass die Zusammenarbeit zwischen Hausärzten und Impfzentrum sehr gut funktioniert habe, ohne die Hilfe des Impfzentrums hätte man es so nicht geschafft. Der ärztliche Leiter im Impfzentrums des Landkreises Regensburg, Andreas Piberger, verwies darauf, dass Hausärzte teilweise das Wochenende durcharbeiteten. Es wäre aus seiner Sicht daher eine Zumutung, den Hausärzten das Impfen alleine zu überlassen.

    Wieder mehr Impfstoff in den Impfzentren

    Insgesamt ist die Lage in den Impfzentren wieder besser, da mehr Impfstoff zur Verfügung steht. Im Landkreis Regensburg kann man kommende Woche wieder rund um die Uhr impfen, auch in Nabburg läuft das Impfzentrum des Landkreises Schwandorf ab heute wieder auf Volllast. Aufgrund der niedrigen Inzidenzen entspannt sich auch die Lage in den Kliniken. Im Krankenhaus in Schwandorf gibt es aktuell nur einen Corona-Patienten. Am Uniklinikum Regensburg sind es zehn, das ist verhältnismäßig wenig. Viele Krankenhäuser in Niederbayern und der Oberpfalz sind schon wieder im Normalbetrieb, betont Infektiologe Bernd Salzberger. Das Uniklinikum Regensburg starte nächste Woche wieder in den Normalbetrieb.

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