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Medizincampus Oberfranken begrüßt erste Studierende in Bayreuth | BR24

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Die ersten Medizinstudenten beginnen ihr Praktikum am Klinikum Bayreuth. Ab 2021 ist dort sogar das Medizinstudium möglich. Ziel des Medizincampus Oberfranken ist die Bekämpfung des Landärztemangels in der Region.

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Medizincampus Oberfranken begrüßt erste Studierende in Bayreuth

Ein Medizinstudium war bisher in Oberfranken nicht möglich. Das ändert sich mit dem sogenannten "Medizincampus Oberfranken". Die ersten Studierenden sind bereits ans Bayreuther Klinikum gekommen.

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Oberfranken ist ab sofort kein weißer Fleck mehr bezüglich der medizinischen Ausbildung im Freistaat. Bereits im Herbst haben 55 Studierende erstmals den Studiengang "Medizin Erlangen-Nürnberg/Bayreuth" an der Erlanger Hochschule (FAU) begonnen. Am Montag (02.03.20) waren sie zum ersten Mal in Bayreuth für eine Einführungsveranstaltung ans Klinikum gekommen. Begrüßt wurden sie dort von Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU). Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) musste ihr Kommen kurzfristig absagen.

Ärzte für ländliche Regionen

Der Medizincampus Oberfranken sei ein Meilenstein in der Medizinerausbildung in Bayern und für die Versorgung der Menschen in der Region von großer Bedeutung, so Sibler. In einer Art Tandemprojekt sollen Ärzte in Erlangen und Bayreuth für die Region ausgebildet werden. "Das ist auch eine Frage des Bekenntnisses für ländliche Räume. Damit setzen wir ein klares Signal, dass wir Ärzte in den ländlicheren Strukturen des Freistaates angesiedelt wissen wollen", so Sibler im BR-Gespräch.

Theorie in Erlangen, Praxis in Bayreuth

Die Studierenden werden die ersten Semester in Erlangen studieren. Nach der sogenannten vorklinischen Phase wechseln sie dann in die klinische Phase nach Bayreuth. Der Medizincampus sei für die Region ein großer Hoffnungsträger, so Hermann Hübner, Landrat und Aufsichtsratsvorsitzender des Klinikums in Bayreuth. Im Landkreis gebe es seit Jahren massive Probleme, Ärzte zu finden. Die Hoffnung sei groß, dass der ein oder andere ausgebildete Arzt nach seinem Studium auch hier in der Region bleibe.

Zahl der Studierenden wird aufgestockt

Jährlich sollen künftig 110 Studierende in Erlangen beginnen. In fünf Jahren werden dann rund 200 Studentinnen und Studenten zusätzlich in Erlangen und etwa 400 in Bayreuth studieren. Als Teil der Ausbildung werden auch Praktika absolviert, die in Bayreuth stattfinden. Angehende Ärztinnen und Ärzte können die Region Oberfranken dadurch schon vor dem praktischen Jahr kennenlernen. Die jährlichen Gesamtkosten bei Vollausbau einschließlich der Professuren der Universität Bayreuth sollen sich laut Angaben der FAU auf 36 Millionen Euro belaufen.

© BR/Kristina Kreutzer

Medizincampus Oberfranken: Die ersten Studierenden sind ans Bayreuther Klinikum gekommen.