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Medientage München: Schnellerer Wandel durch neue Plattformen | BR24

© dpa-Bildfunk

Auf den 33. Medientagen die ab Mittwoch in München stattfinden, wird insbesondere der Wandel durch die sozialen Medien thematisiert.

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    Medientage München: Schnellerer Wandel durch neue Plattformen

    Die Medientage München, die von Mittwoch bis Freitag dauern, sind der größte europäische Medienkongress. Rund 400 Panelisten und Referenten diskutieren über den Umbruch in der Medienwelt, der immer rasanter von statten geht.

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    Wie verändern Social-Media-Angebote die traditionellen Medien? Und was bedeutet das für die Gesellschaft? "Wer fortwährend postet, twittert und kommentiert, der macht unvermeidlich jede Menge Fehler", sagte Bernhard Pörksen, im Vorfeld der Medientage München über die neue Macht der Desinformation. Pörksen ist Medienwissenschaftler an der Universität Tübingen.

    Es gibt viele neue Mitspieler, vor allem die Großen der Branche wie Facebook, Twitter, Youtube oder Tiktok, ein vor allem von Jugendlichen genutztes Angebot. Haben diese Plattformen ihre Inhalte noch im Griff? Oder ist der Manipulation Tür und Tor geöffnet? Das sind Kernfragen, denen auf den diesjährigen Medientagen nachgegangen wird. Sie stehen unter dem Motto "Next digital level: Let’s build the Media we want!"

    Streamingdienste, Podcast und Paid Content

    Das Smartphone wird zum zentralen Kommunikationsmittel. Was bedeutet das für Zeitungen und Zeitschriften, für Radio und Fernsehen? Print verliert immer mehr an Reichweite und kämpft mit Paid-Content-Modellen um das Publikum – es soll für die Nutzung exklusiver Inhalte zusätzlich bezahlen. TV verliert an die Streaming-Plattformen, von Netflix über Amazon Prime bis zu Apple TV plus.

    Dem wollen Vertreter des Qualitätsjournalismus eigene, europäische geprägte Plattformen entgegen setzen, so das Credo des ARD-Vorsitzenden Ulrich Wilhelm. ProSiebenSAT.1 hat im Sommer den Streamingdienst Joyn gestartet, es wird eine erste Zwischenbilanz gezogen. Und Radio wird zu Audio, profitiert vom Podcast-Boom und den neuen Ausspielwegen, zum Beispiel über Smartspeaker wie Alexa.

    Mehr Frauen auf den Podien

    Jede Menge internationale Medienprominenz trifft sich vom 23. bis 25. Oktober im ICM der Messe München, von Amazon über Facebook bis Google, von BBC über ARD und ZDF bis zu Discovery; aus Deutschland sind u.a. Medien-Staatssekretärin Heike Raab, Staatsminister a.D. Julian Nida-Rümelin und Bundesverfassungsrichter Andreas Paulus vertreten. Zeynep Tufekci, Professorin der Soziologie und Kritikerin der sozialen Medien, spricht die Eröffnungskeynote. Ministerpräsident Markus Söder wird die 33. Medientage gemeinsam mit BLM-Präsident und MTM-Veranstalter Siegfried Schneider eröffnen.

    Die Medientage München sind deutlich internationaler geworden – und weiblicher. Erstmals sind gut ein Drittel der Redner Frauen, im Vergleich zu den Vorjahren eine Steigerung um über zehn Prozent.