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Mauersegler brauchen Hilfe | BR24

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Vogelschützer sind alarmiert: Der Bestand an Mauerseglern geht zurück. Die Gründe: Der Klimawandel verändert die Lebensräume der Zugvögel und ihre Nistplätze verschwinden, wenn Gebäude saniert und gedämmt werden.

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Mauersegler brauchen Hilfe

Die ersten Mauersegler sind zurück aus ihrem Winterquartier in Afrika. Für den Landesbund für Vogelschutz (LBV) in Hilpoltstein Anlass, bessere Lebens- und Nistbedingungen für den gefährdeten Sommervogel zu fordern.

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Die Flugkünstler, die mit ihrem typischen sichelförmigen Erscheinungsbild auf der Jagd nach Insekten zu beobachten sind, hätten in Bayern mit zwei Problemen zu kämpfen: zu wenig Nistplätze und zu wenig Nahrung.

"Mauersegler ernähren sich ausschließlich von Luftplankton, also Insekten in der Luft. Aufgeräumte Gärten, exotische Zierpflanzen und Spritzmittel verschärfen den zunehmenden Insektenmangel und erschweren die Nahrungssuche." Sylvia Weber, LBV-Mauerseglerexpertin

Schwierige Nistplatzsuche

Zusätzlich findet der standorttreue Gebäudebrüter immer seltener geeignete Nistplätze. Mauersegler beziehen meist ihre alten Brutstätten hoch oben in den Nischen an Gebäuden. Doch durch Sanierungen gingen immer mehr ihrer Nistplätze verloren. Dabei stünden Mauerseglerbrutplätze ganzjährig unter Schutz.

Naturnahe Städte

Außerdem müssten die bayerischen Städte naturnaher und grüner werden, damit die Sommervögel genug Nahrung – also Insekten – finden können, so die Forderungen LBV. Seit 2016 sind die Mauersegler in der Roten Liste bayerischer Brutvögel in der Kategorie "gefährdet" eingestuft.