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Mathe-Abi: "Übliche Schwankungen" - Korrektur unwahrscheinlich | BR24

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Mathe-Abitur: Bildungsausschuss sieht keinen Handlungsbedarf

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Mathe-Abi: "Übliche Schwankungen" - Korrektur unwahrscheinlich

Trotz der Debatte um das Mathe-Abitur deutet in Bayern nichts auf eine nachträgliche Korrektur des Bewertungsschlüssels hin. Bisher gebe es keine Anhaltspunkte, dass dies notwendig sei, hieß es im Bildungsausschuss des bayerischen Landtags.

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Im Streit um das diesjährige Mathe-Abitur ist die Opposition im bayerischen Landtag zufrieden mit dem Vorgehen des Kultusministeriums. "Nach dem jetzigen Stand war das Mathe-Abitur etwas schwerer, es war machbar und wir sehen auch, dass wir von externen Maßnahmen absehen sollten", sagte Gabriele Triebel von den Grünen heute bei der Sitzung des Bildungsausschusses im Landtag.

Die Grüne wollen also nicht, dass das Kultusministerium den Bewertungsschlüssel verändert. Noten waren nicht veröffentlicht worden, da noch bis einschließlich 7. Juni mündliche Prüfungen abgelegt werden können.

"Übliche Schwankungen" beim diesjährigen Mathe-Abitur

Ministerialdirigent Adolf Präbst hatte in Vertretung des Kultusministers Michael Piazolo (Freie Wähler) ausgeführt, dass nach den Zwischenergebnissen der Erstkorrektur die Noten zwar etwas schlechter als früher ausgefallen seien, das aber mit "üblichen Schwankungen".

Nach jetzigem Stand sei daher kein Eingreifen notwendig. Für eine endgültige Entscheidung müssten jedoch alle Prüfungen abgeschlossen sein und das Endergebnis vorliegen. Dies sei voraussichtlich erst nach Pfingsten möglich. Die Situation im Saarland und in Hamburg, wo die Noten nachgebessert werden, sei nicht mit Bayern zu vergleichen, da in diesen Bundesländern andere Voraussetzungen bestanden hätten.

Schüler-Petitionen in zwölf Bundesländern

Auch die SPD lobte das Vorgehen des Kultusministeriums und die Transparenz. Laut Kultusministerium habe es in diesem Jahr weder kurz vor der Abiturprüfung noch am Tag des Mathe-Abiturs selbst irgendwelche Anmerkungen oder Kritik an den Aufgaben gegeben.

Nach der Mathe-Prüfung hatten Schüler in zwölf Bundesländern Petitionen im Internet gestartet. Im Freistaat wurden vor allem die Textlastigkeit und Anzahl der Unteraufgaben bemängelt. Seit der Petition stehe das Ministerium in engem Kontakt mit allen Schulleitungen.

Schüler sollen besser vorbereitet werden

Die Grünen forderten mit Blick auf die Kritik der Schüler und ihrer Petition, dass die Schulen künftig besser auf die veränderten Anforderungen im Mathe-Abitur vorbereitet werden sollten. Laut Kultusministerium werde Mathematik mittlerweile mit mehr Anwendungsbezug unterrichtet, was mehr Textaufgaben zur Folge hat.

Der Vorsitzende des Bildungsausschusses, Markus Bayerbach von der AfD forderte, dass diese nach Abschluss der Prüfungen so schnell wie möglich an den Bildungsausschuss weitergeleitet werden.