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Mathe-Abitur: Piazolo sieht derzeit keinen Anlass einzugreifen | BR24

© dpa-Bildfunk

Kultusminister Michael Piazolo (FW)

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Mathe-Abitur: Piazolo sieht derzeit keinen Anlass einzugreifen

Nach Vorlage vieler Erstkorrekturen scheint das Mathe-Abitur in Bayern etwas schlechter ausgefallen zu sein als in den Vorjahren. Kultusminister Piazolo will den Notenschnitt im Auge behalten, sieht aber momentan keinen Anlass einzugreifen.

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"Im Schnitt hat es den Anschein, dass das Mathe-Abitur etwas schlechter ausfallen könnte", sagte Piazolo bei einer Pressekonferenz am Mittag.

Konkrete Zahlen nannte er mit dem Hinweis auf die laufenden Prüfungen zunächst nicht. Einer Anfrage der Landtags-FDP zufolge lagen die Noten im schriftlichen Mathe-Abi zuletzt zwischen 2,81 im Jahr 2011 und 3,11 in den Jahren 2015 und 2016. Im vergangenen Jahr lag der Schnitt bei 2,99. Der Durchschnitt aus den vergangenen 8 Jahren lag demnach bei 3,02.

Kultusministerium: Mathe-Abi gemäß dem Lehrplan

Die Überprüfungen des Kultusministeriums ergaben, dass die Aufgaben einwandfrei, anspruchsvoll, aber insgesamt lehrplankonform und angemessen seien.

Der Vorsitzende des bayerischen Philologenverbands, Michael Schwägerl, begrüßte, dass das Kultusministerium die Ergebnisse der Korrekturen abwarten will. Schwägerl sagte: "Abiturnote setzt sich zu zwei Dritteln aus den Vorleistungen und nur zu einem Drittel aus den fünf Abiturprüfungen zusammen. Das Matheabitur macht also nur knapp 7% der Gesamtnote aus."

Joshua Grasmüller, Landesschülersprecher für die Gymnasien in Bayern, zeigte sich im Gespräch mit dem BR hingegen enttäuscht, dass die Überprüfung der Mathematik-Aufgaben wohl "nicht das gewünschte Ergebnis" erbracht habe: "Andererseits muss man aber auch real sehen, dass (...) es dann vielleicht gar nicht an der Abiturprüfung selbst lag, sondern möglicherweise an der Vorbereitung."

Petition mit über 70.000 Unterschriften

Nach der schriftlichen Mathe-Prüfung am 3. Mai hatten viele Schüler in Bayern kritisiert, die Klausur sei zu schwer gewesen. Sie forderten, die Kriterien der Benotung anzupassen. Eine entsprechende Online-Petition haben bis Donnerstagmittag über 73.000 Menschen unterschrieben.

Aktuell korrigieren Lehrerinnen und Lehrer in ganz Bayern noch die Mathematik-Klausuren ihrer Schüler in einem zweistufigen System. Dieser Vorgang muss bis zum 31. Mai 2019, dem Tag der Notenbekanntgabe, abgeschlossen sein.

Am 6. Juni wird zudem ein Vertreter des Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung dem Bildungsausschuss zum Schwierigkeitsgrad der diesjährigen Prüfung berichten.

© BR

Vorerst keine Nachbesserung bei Mathe-Abitur