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Massive Waldschäden in Oberfranken befürchtet | BR24

© dpa-Bildfunk / Thomas Frey

Vor allem Fichten setzt die extreme Hitze zu. Zahlreiche Bäume sind bereits abgestorben.

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    Massive Waldschäden in Oberfranken befürchtet

    In den nächsten Tagen werden erneut Rekordtemperaturen erwartet. Die ohnehin schon geschädigten Wälder werden weiter leiden, vor allem auch in Oberfranken, warnt die Forst-Gewerkschaft IG BAU.

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    Der Wald in Bayern ist in Not. Die IG BAU Oberfranken befürchtet wegen des trockenen und warmen Wetters massive Schäden vor allem an den Nadelbäumen in Oberfranken. Das könne schwerwiegende Folgen für die Forstwirtschaft in der Region haben, so der Bezirksvorsitzende der Forst-Gewerkschaft, Gerald Nicklas. Bei Fichten, Kiefern und Tannen gehe es langfristig ums Überleben.

    Bereits junge Bäume vom Borkenkäfer betroffen

    Nadelbäume machen etwa zwei Drittel des bayerischen Waldes aus. Statistisch gesehen sind vier von zehn Nadelbäumen Fichten, die besonders unter dem Dürre-Stress leiden. Ohne ausreichend Wasser würden die Bäume kaum Harz bilden können, welches sie gegen Schädlinge schütze, so Nicklas. Wegen der Wärme gebe es inzwischen jährlich vier statt zwei Generationen von Schädlinge wie den Buchdrucker. Laut IG BAU würden bereits junge Bäume vom Borkenkäfer befallen. Üblicherweise befällt er ältere Bäume mit dicker Rinde.

    Große Ausfälle bei der Holzernte befürchtet

    Die Gewerkschaft befürchtet aufgrund dieser Umstände in einigen Jahren massive Ausfälle bei der Holzernte. Sie fordert eine neue Waldstrategie, um den Forst vor dem Klimawandel zu schützen. Dazu gehörten laut IG BAU mehr Mischwälder, mehr Förster und Waldarbeiter sowie weniger Gewinninteressen beim Blick auf den Wald. Den Waldumbau bezeichnet die Gewerkschaft als Mammutaufgabe. Mehr als ein Drittel der Fläche Bayerns sind laut jüngster Bundeswaldinventur von Wald bedeckt.