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Masseure klagen über "ungerechte" Corona-Lockerungen | BR24

© BR/Judith Zacher
Bildrechte: Christian Bayer

Nagelstudios und Kosmetiker dürfen morgen wieder öffnen, Masseure nicht, zumindest in Bayern. Das bayerische Gesundheitsministerium begründet das mit zu hohen Corona-Neuinfektionen. Vielen Masseuren fehlt dafür jedes Verständnis.

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Masseure klagen über "ungerechte" Corona-Lockerungen

Nagelstudios und Kosmetiker dürfen morgen wieder öffnen, Masseure nicht, zumindest in Bayern. Das bayerische Gesundheitsministerium begründet das mit zu hohen Corona-Neuinfektionen. Vielen Masseuren fehlt dafür jedes Verständnis.

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Von
  • Judith Zacher
  • Roswitha Polaschek

Großer Frust über die neuen Corona-Regeln in Bayern bei Masseuren. In anderen Bundesländern dürfen sie morgen, 8. März, wieder öffnen. Bayern geht hier einen Sonderweg: Hier dürfen zwar unter anderem körpernahe Dienstleistungen wie Kosmetik- und Nagelstudio ihre Kunden wieder empfangen, Masseure und auch Tätowierer müssen aber noch warten.

Unverständnis bei Masseur: Keine Öffnung trotz diverser Schutzmaßnahmen

Gesundheitsberater Chris Bayer kann das nicht nachvollziehen. Er bietet in seiner Praxis im Therapiehaus Höchstädt im Landkreis Dillingen unter anderem Massagen an. Dabei müssten die Kunden Masken tragen, er vergebe Einzeltermine, nach jedem Kunden würde alles desinfiziert. Trotzdem dürfe er nicht öffnen, während beispielsweise in Kosmetikstudios die Kunden etwa beim Schminken nicht mal immer eine Maske tragen könnten.

Gesundheitsministerium: Bevölkerung nicht auf Masseure angewiesen

Ein Ministeriumssprecher im Bayerischen Gesundheitsministerium begründet das damit, dass eine „vollständige Zulassung der Dienstleistungen mit körperlicher Nähe zum Kunden vor dem Hintergrund des nach wie vor bestehenden erheblichen Infektionsgeschehens nicht in Betracht“ komme. Man beschränke sich auf Dienstleistungen, die der Körperhygiene und –pflege dienten. Das seien Dienstleistungen, bei denen wegen der bereits seit längerem bestehenden Schließung ein hoher Bedarf aus Gründen der Körperhygiene und –pflege entstanden sei und „auf die erhebliche Teile der Bevölkerung, insbesondere auch ältere Menschen, angewiesen sind“, so eine schriftliche Mitteilung des Ministeriums.

Nagelstudios dürfen öffnen, Massage-Praxen nicht

Warum etwa Nagelstudios diesen Anforderungen eher entsprächen, als etwa Massage-Praxen, diese Frage wurde nicht beantwortet. In der ab morgen gültigen Infektionsschutzverordnung heißt es: "Dienstleistungen, bei denen eine körperliche Nähe zum Kunden unabdingbar ist, wie zum Beispiel Massagepraxen, Tattoo-Studios oder ähnliche Betriebe sind untersagt." Dienstleistungen der Friseure sowie im hygienisch oder pflegerisch erforderlichen Umfang die nichtmedizinische Fuß-, Hand-, Nagel- und Gesichtspflege dürften jedoch angeboten werden, eine Maskenpflicht entfalle, wenn die Art der Leistung sie nicht zulasse.

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