Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Massenschlägerei in München: Hooligans schweigen | BR24

© BR24

Rund 100 Vermummte haben sich im Münchner Westend eine Massenschlägerei geliefert.

10
Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Massenschlägerei in München: Hooligans schweigen

Nach der Massenschlägerei zwischen Fußball-Hooligans am Freitagabend im Münchner Westend tut sich die Polizei schwer mit der Aufklärung. Beteiligte konnten zwar über Videos identifiziert werden. Doch zu den Hintergründen schweigen sie sich aus.

10
Per Mail sharen
Teilen

Es waren schlimme Szenen, die sich Freitagabend vor einem Lokal im Münchner Westend abspielten. Bis zu 100 größtenteils vermummte Personen sind wie auf Kommando aufeinander losgegangen, prügelten und traten sich. Das ist aus Augenzeugenberichten und Handyvideos, die im Internet kursieren, bekannt.

Löwen-, Jena- und Bayern-Fans beteiligt

Beteiligt waren neben Fans des TSV 1860 München und dem FC Carl Zeiss Jena auch Anhänger des FC Bayern München. Unbeteiligte Passanten wurden in Ruhe gelassen. Die Polizei vermutet, dass sich die Fußballfans übers Internet zu der Prügelei verabredet hatten. Doch die Ermittlungen gestalten sich schwer.

Beteiligte schweigen sich aus

Schweigen ist Ehrensache - trotz aller Rivalität der Fußball-Hooligans haben sie einen Kodex. Keiner wollte bisher mit der Polizei reden - weder ein 28-jähriger Bayernfan, der am Kopf verletzt wurde, noch ein 23-jähriger Löwenfan, den die Beamten festnahmen. Die Polizei bittet deshalb Augenzeugen um weitere Hinweise.

Auch in Jena gab es Ausschreitungen

Mittlerweile konnten weitere Verdächtige über Videos identifiziert werden. Es wird auch überprüft, inwieweit einige Fans schon in frühere Schlägereien verwickelt waren. Erst im Mai kam es bei der Partie der Löwen in Jena zu Ausschreitungen. 500 Heimfans durchbrachen eine Polizeikette und verletzten dabei zwei Beamte schwer.

"Hochrisikospiel" bleibt ruhig

Die als "Hochrisikospiel" eingestufte Partie zwischen den TSV 1860 München und den FC Carl-Zeiss-Jena verlief am Samstag dann friedlich. Vielleicht auch, weil die Polizei erst nach Ende des Drittliga-Fußballspiels mehr Details zur Massenschlägerei veröffentlichte.