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Sicher Fahren im Herbst: Tipps zum Fahren bei Nebel | BR24

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Tipps zum Fahren bei Nebel

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Sicher Fahren im Herbst: Tipps zum Fahren bei Nebel

Immer wieder kommt es zu schweren Verkehrsunfällen aufgrund von Nebel. Damit Sie sicher durch den Verkehr kommen, hier ein paar Tipps für sicheres Fahren im Herbst.

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Wer im Herbst auf den Straßen unterwegs ist, sollte generell vorsichtig fahren, langsam und vorausschauend, mit ausreichend Abstand. Bei Nebel mit Sichtweiten unter 50 Metern sind maximal 50 Stundenkilometer erlaubt, warnt der ADAC. Dabei ist zu beachten, dass der Abstand zum Vordermann immer mindestens der Geschwindigkeit in Metern entsprechen sollte. Das heißt: Bei Tempo 50 sollte der Abstand mindestens 50 Meter betragen.

Mehr Sicht nach vorne mit Abblendlicht und Nebelscheinwerfer

Vorsichtig sollte man auch mit dem Gebrauch des Fernlichts sein, denn das verschlechtert bei Nebel die Sicht sogar. Besser ist das normale Abblendlicht. Für dieses gilt Folgendes: Auf Autobahnen oder Schnellstraßen muss es eingeschaltet werden, wenn die Sicht unter 150 Metern liegt. Auf anderen Straßen außerhalb von Ortschaften, wenn die Sichtweite unter 100 bis 200 Meter beträgt und innerorts, wenn die Sichtweite unter 60 bis 70 Metern liegt.

Die meisten modernen Autos besitzen Nebelscheinwerfer. Sie streuen das Licht flach über die Straße

"Nebelscheinwerfer sitzen tiefer und leuchten die Fahrbahn flacher aus. Sie dürfen immer dann eingeschaltet werden, wenn Nebel, Schneefall oder Regen die Sichtweite erheblich reduzieren." Wolfgang Lieberth, ADAC Verkehrsexperte

Aber Achtung: Sobald sich die Sicht bessert, muss der Nebelscheinwerfer wieder ausgeschaltet werden.

Strenge Regeln für die Nebelschlussleuchte

Strenge Regeln gelten auch für die sogenannte Nebelschlussleuchte: Sie darf nur bei Sichtweiten unter 50 Metern eingeschaltet werden, denn ist die Sicht besser, wird der nachfolgende Verkehr geblendet. Daher: Unbedingt daran denken, die Nebelschlussleuchte wieder auszuschalten, wenn sich der Nebel lichtet.

"Ein guter Orientierungspunkt sind die Leitpfosten, die auf Landstraßen in 50 Metern Abstand angebracht sind." Wolfgang Lieberth, ADAC Verkehrsexperte

Übrigens: Wer die Nebelschlussleuchte missbräuchlich verwendet, begeht eine Ordnungswidrigkeit und kann mit 20 Euro verwarnt werden. Wenn andere Verkehrsteilnehmer gefährdet werden oder dadurch sogar ein Unfall passiert, liegt das Verwarngeld bei 25 beziehungsweise 35 Euro.

© ADAC e.V. 2019

Tipps zum sicheren Fahren bei schlechter Sicht

Gut ist es bei Nebel zudem, regelmäßig den Scheibenwischer zu betätigen und die Wassertröpfchen, die sich auf der Scheibe ablagern, zu entfernen. Und ein weiterer Tipp vom ADAC-Experten:

"Man sollte sich an der Fahrbahnmarkierung orientieren. Und wenn die Sicht ganz besonders schlecht ist, auf Gehör gehen. Man sollte die Fenster runterlassen, das Radio ausschalten und auf das Hören, was um einen herum geschieht." Wolfgang Lieberth, ADAC Verkehrsexperte

Und wenn es notwendig ist, bei ganz besonders schlechter Sicht extrem langsam zu fahren, dann sollte man zusätzlich das Warnblinklicht anschalten.

Massenkarambolage mit 34 Verletzten auf A7

Am 10. November kam es zu einer Massenkarambolage auf der A7 in Unterfranken. Bei Nebel und eisglatter Fahrbahn krachten 18 Fahrzeuge ineinander. 34 Menschen wurden verletzt, darunter zwei schwer. Ein Kleintransporter hatte auf einer vereisten Autobahnbrücke die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und war in die Mittelleitplanke gekracht.

Weil es sehr neblig und glatt war, konnten die nachfolgenden Autofahrer nicht mehr rechtzeitig bremsen. Es kam zu mehreren Auffahrunfällen. Die Sicht lag unter 50 Metern.

© BR

Bei Marktbreit im Landkreis Kitzingen sind bei mehreren Auffahrunfällen innerhalb weniger Minuten 29 Menschen verletzt worden.