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Bildrechte: dpa/pa

In ganz Bayern findet am Freitag eine Kontrollaktion zur Einhaltung der Maskenpflicht statt. Zwischen 7.00 und 22.00 Uhr ist die Polizei unterwegs. Bei der ersten Kontrollaktion im August wurden rund 3.000 Verstöße festgestellt.

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Maskenpflicht: Kontrollaktion in ganz Bayern

In ganz Bayern findet heute seit 7 Uhr eine Kontrollaktion zur Einhaltung der Maskenpflicht statt. Den ganzen Tag über ist die Polizei unterwegs. Bei Nichteinhalten der Vorschrift drohen Geldbußen von bis zu 250 Euro.

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Von
  • Claudia Grimmer
  • BR24 Redaktion

Wer gegen die Maskenpflicht verstößt, muss mit Geldbußen von bis zu 250 Euro rechnen. Das nicht korrekte Tragen einer Maske wird als Ordnungswidrigkeit und mit 55 Euro geahndet. Schwerpunktkontrollen soll es in quasi allen Städten und Landkreisen geben.

"Polizei wird konsequent vorgehen"

Von 7.00 Uhr an werden am Freitag landesweit Polizistinnen und Polizisten in Bussen, Straßenbahnen und U-Bahnen sowie an den Bahnsteigen und Gebäuden des ÖPNV im Einsatz sein, um die Einhaltung der Maskenpflicht zu kontrollieren. Auch in den Innenstädten ist mit der Überprüfung zu rechnen.

"Die Polizei wird in den neu eingerichteten Zonen in den Innenstädten mit Augenmaß vorgehen und hier auch mit belehrenden Hinweisen arbeiten. Anders ist das bei Kontrollen im Bereich des ÖPNV. Hier weiß jeder, dass er eine Maske zu tragen hat und deshalb werden wir hier konsequent vorgehen." Elke Schönwald, Polizeipräsidium Mittelfranken

Für alle Fahrgäste ab sechs Jahren ist in Bayern ein Mund-Nase-Schutz im ÖPNV vorgeschrieben. Dazu gehören aber nicht nur der Bus oder das Taxi, sondern auch zum Beispiel die Wartehallen, Bahnsteige und Bushäuschen. Verstöße können mit einem Bußgeld geahndet werden.

"Wir müssen alles unternehmen, um die sprunghafte Ausbreitung des hochgefährlichen Virus einzudämmen und gleichzeitig einen Lockdown zu verhindern." Joachim Herrmann, bayerischer Innenminister

Im August gab es erste Kontrollaktion

Nach der Schwerpunktaktion im August hob Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hervor, dass die Bevölkerung im Freistaat ein großes Verantwortungsbewusstsein zeigen würde. Die Polizei habe bei der ersten landesweiten Kontrollaktion lediglich 262 Verstöße gegen die Tragepflicht einer Mund-Nasen-Bedeckung zur Anzeige gebracht. "Über 3.000 geringfügige Übertretungen wurden mit mündlichen Ermahnungen erledigt", berichtete das Innenministerium.

"Wenn jemand in einer überfüllten U-Bahn oder im Bus bewusst keine Maske trägt oder Mund und Nase nicht ausreichend bedeckt, drohen saftige Geldbußen. Der Schutz der Gesundheit geht in solch einem Fall klar vor.“ Joachim Herrmann, bayerischer Innenminister

Dies gelte auch bei der Kontrollaktion am Freitag, heißt es aus dem Ministerium.

Wo gilt eine Maskenpflicht

Inzidenzwert unter 35:

Hier gilt eine Maskenpflicht im ÖPNV, in Krankenhäusern, in Restaurants und Wirtschaften bis zum Sitzplatz. Außerdem in Schulen, außer im Klassenzimmer oder wenn der Abstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. Befreit sind Menschen von der Maskenpflicht, wenn sie diese aufgrund von Behinderung oder aus gesundheitlichen Gründen nicht tragen können. Dazu muss ein Attest vom Arzt vorgelegt werden.

Inzidenzwert über 35:

Es wird eine Maskenpflicht dort eingeführt, wo Menschen dichter und/oder länger zusammenkommen. Das gilt insbesondere auf bestimmten, stark frequentierten Plätzen (z.B. Fußgängerzonen, Marktplätze), in allen öffentlichen Gebäuden, auf Begegnungs- und Verkehrsflächen (z.B. Fahrstühle, Kantinen, Eingangsbereich von Hochhäusern), in den Schulen (außer Grundschulen) und Bildungsstätten auch im Unterricht, für Zuschauer bei sportlichen Veranstaltungen sowie durchgängig auf Tagungen, Kongressen, Messen und in Kulturstätten auch am Platz.

Die Städte und Gemeinden weisen hier in der Regel auf ihren Internetseiten aus, auf welchen Plätzen, Straßen und Wegen im Innenstadtbereich Maske getragen werden muss.

Inzidenzwert über 50:

Es besteht Maskenpflicht auf stark frequentierten öffentlichen Plätzen, auf den Begegnungs- und Verkehrsflächen einschließlich der Fahrstühle von öffentlichen Gebäuden sowie in Freizeiteinrichtungen, zum Beispiel Freizeitparks, Indoor- und Outdoor-Spielplätzen, Bowling-Bahnen etc., Kulturstätten wie Ausstellungen, Museen, Tiergärten etc. und sonstigen öffentlich zugänglichen Gebäuden, für die keine besonderen Regelungen vorgesehen sind.

Es besteht laut Verordnung in Schulen eine Maskenpflicht im Unterricht am Platz in allen Jahrgangsstufen, also in Grundschulen und in weiterführenden Schulen ab Jahrgangsstufe 5. Auch für Hortkinder gilt eine Maskenpflicht, aber nicht in den Betreuungsräumlichkeiten etc. und Außenbereichen.

Zwar sei die Maskenpflicht in der Verordnung des Freistaats festgelegt, "jedoch ist eine abweichende Regelung in begründeten Einzelfällen möglich", argumentiert der Oberbürgermeister von München, Dieter Reiter. Davon mache München, aber auch der Landkreis Ebersberg und das Unterallgäu nun Gebrauch. Die Landeshauptstadt hat seit Tagen einen Inzidenzwert über 70 - Tendenz steigend. Entgegen der Vorgaben der bayerischen Staatsregierung haben einige Kommunen die Maskenpflicht damit an Grundschulen wieder aufgehoben.

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