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Maskenpflicht an Schulen: Ermittlungen wegen Gefälligkeitsattest | BR24

© dpa-Bildfunk

Schüler sitzen in einer Klasse mit Nasen-Mund-Bedeckung (Symbolbild)

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    Maskenpflicht an Schulen: Ermittlungen wegen Gefälligkeitsattest

    Die Maskenpflicht an Schulen sorgt für viele Diskussionen. Jetzt warnt die Polizei in Kelheim explizit vor sogenannten Gefälligkeitsattesten, die Schüler vom Tragen einer Maske ausnehmen. Dort drohen einem Schüler und einem Arzt empfindliche Strafen.

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    Die Polizei in Kelheim hat vor der Verwendung sogenannter Gefälligkeitsatteste gewarnt. Mit Hilfe dieser ärztlichen Atteste versuchen Schüler, die derzeit geltende Maskenpflicht an Schulen zu umgehen.

    Lehrerin hatte Zweifel

    Aktuell ermittelt die Polizei Kelheim in einem Fall. Ein Schüler hatte wohl ein derartiges unrechtmäßig ausgestelltes Attest vorgelegt. Da die Lehrerin Zweifel hatte, wurde der Schulleiter eingeschaltet. Die Polizei hat nach eigenen Angaben Anhaltspunkte, dass der Arzt das Attest nicht rechtmäßig ausgestellt hat.

    Weitere Details, unter anderem ob der Schüler wirklich an Beschwerden leidet oder ob der Arzt beim Ausstellen des Attests gelogen hat, konnte die Polizei Kelheim auf BR-Anfrage nicht bekanntgeben. Die Ermittlungen dazu laufen noch.

    Freiheitsstrafe droht

    Laut Polizei droht Ärzten, die derartige Gefälligkeits-Atteste ausstellen, eine empfindliche Geldstrafe oder gar eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren. Wer als Patient solche Atteste verwendet, kann ebenfalls mit einer Geldstrafe oder bis zu einem Jahr Haft bestraft werden.

    In Verdachtsfällen wird somit gegen Arzt und Schüler ermittelt, der das unrichtige Attest vorgezeigt hat.

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