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Reine Arbeitsversammlung ohne Aussprache über die Maskenaffäre

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    Masken-Affäre: Günzburger CSU trifft sich ohne Sauter

    Kommt er oder nicht? Mit Spannung war das Treffen der Günzburger Kreis-CSU erwartet worden. Doch eine Aussprache mit dem ehemaligen Justizminister Alfred Sauter über die Hintergründe der Maskenaffäre gab es nicht - wegen Corona.

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    Von
    • Peter Allgaier
    • Jochen Eichner

    Die CSU in Günzburg hat ihre mit Spannung erwartete Kreisversammlung in Abwesenheit des Landtagsabgeordneten Alfred Sauter abgehalten. Die Infektionsschutzmaßnahmen hätten eine zu erwartende, längere Diskussion über die Maskenaffäre nicht zugelassen, sagte der stellvertretende Kreisvorsitzende Georg Schwarz.

    Fragen an Sauter online

    Die CSU-Mitglieder sollen aber die Gelegenheit bekommen, ihre Fragen an Sauter trotzdem zu stellen. Dies soll am Sonntag online möglich sein, bei einer parteiinternen virtuellen Veranstaltung. Die Parteimitglieder bekommen demnach entsprechende Einladungen via Mail zugesandt.

    Geteiltes Meinungsbild an der Basis

    Bei den CSU-Mitgliedern in Günzburg war das Meinungsbild geteilt. Während sich einige Mitglieder schockiert über die Geschehnisse zeigten und sogar einen Parteiaustritt erwägen, warnten andere vor einer Vorverurteilung und wollen erst eine detaillierte Stellungnahme Sauters abwarten.

    Schwäbische CSU muss Ersatz für Nüßlein finden

    Gut 120 Menschen waren ins Forum nach Günzburg gekommen. Trotz Corona sei eine Veranstaltung in Präsenz unerlässlich, sagte Schwarz. Am Samstagvormittag hat die CSU ihre Delegierten für die Wahl des neuen Bundestagskandidaten bestimmt. Sie soll Ende April stattfinden, zusammen mit den Landkreisen Neu-Ulm und Unterallgäu. Die schwäbische CSU braucht einen Ersatz für den bisherigen Bundestagsabgeordneten Georg Nüßlein. Er war vor ein paar Tagen nach Bestechungsvorwürfen in der Maskenaffäre aus der Partei ausgetreten.

    Druck auf Sauter steigt

    Der Druck auf den Landtagsabgeordneten Sauter ist seit Freitagabend nochmals gestiegen. Fraktionschef Thomas Kreuzer hatte ihm ein Ultimatum bis Sonntagmittag gestellt – bis dahin soll Sauter alle Verdächtigungen gegen ihn nachvollziehbar aufklären. Auch die Bezirks-CSU in Schwaben will am Sonntag nochmals über Sauter beraten, im Rahmen einer virtuellen Konferenz.

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