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Masern: Oberpfälzer impfen bayernweit am fleißigsten | BR24

© BR/Andreas Wenleder

Masern: Oberpfälzer Eltern lassen ihre Kinder häufig impfen

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Masern: Oberpfälzer impfen bayernweit am fleißigsten

Die Bundesregierung hat am Mittwoch den Gesetzentwurf für eine Masern-Impfpflicht beschlossen. In der Oberpfalz kein größeres Problem: Die Oberpfälzer impfen ihre Kinder häufiger als der Rest Bayerns.

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Der Gesetzentwurf für eine Masern-Impfpflicht wurde am Mittwoch von der Bundesregierung beschlossen. Ab März 2020 müssen Eltern vor der Aufnahme ihrer Kinder in eine Kita oder Schule nachweisen, dass diese gegen Masern geimpft sind. Bei Verstößen drohen Bußgelder bis zu 2.500 Euro.

Fast alle Schulanfänger in der Oberpfalz geimpft

In der Oberpfalz sind Masern aktuell kein größeres Problem. Der Grund: Die Oberpfälzer impfen ihre Kinder häufiger als der Rest Bayerns. Im Regierungsbezirk sind laut dem letzten Gesundheitsbericht der Regierung der Oberpfalz mehr als 97 Prozent der Schulanfänger mindestens einmal gegen die Masern geimpft worden.

2019 erst ein Masernfall bekannt

Auch die Gesamtzahl der Masernfälle ist in der Oberpfalz vergleichsweise niedrig. In keinem der letzten zehn Jahre wurden im Regierungsbezirk mehr als zehn Masern-Infektionen gemeldet. 2019 ist bisher erst ein Masern-Fall bekannt. Im vergangenen Jahr waren es nur vier Fälle. 2016 und 2017 wurde dagegen überhaupt kein Fall im Regierungsbezirk gemeldet.

Nachholbedarf bei Auffrischungsimpfung

Nachholbedarf gibt es aber trotzdem noch. Denn auch wenn die allermeisten Kinder einmal gegen Masern geimpft werden, lassen einige Oberpfälzer Eltern die notwendige Auffrischungsimpfung aus. Zwar bekommen immer noch 92 Prozent der eingeschulten Kinder eine zweite Masernimpfung. Um der Infektionskrankheit ausreichend vorzubeugen, sollten laut der Weltgesundheitsorganisation WHO aber mindestens 95 Prozent der Kinder doppelt geimpft werden.