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Marx fordert Solidarität in Zeiten des Social-Distancing | BR24

© Lino Mirgeler/dpa-Bildfunk

Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising, gießt Weihwasser über den Kopf eines Taufbewerbers.

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    Marx fordert Solidarität in Zeiten des Social-Distancing

    Der Münchner Erzbischof Kardinal Reinhard Marx hat sich für bessere Arbeitsbedingungen in der Pflegebranche stark gemacht. Es sei zwar wichtig, dass sich die Wirtschaft erhole, aber es gehe nicht nur um Produktivität, sondern um gutes Zusammenleben.

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    Es brauche eine Abkehr von der "Isolation der Schwachen von den Starken" – das fordert der Münchner Kardinal Reinhard Marx. Alte, Einsame und Benachteiligte dürften nicht abgeschoben werden, sondern müssten integriert werden. Dies gelte auch für die Obdachlosen, die Flüchtlinge und die Menschen mit Behinderung, sagte Marx am Mittwoch im Münchner Liebfrauendom.

    Marx: Schwache nicht ausgrenzen

    Bei einem Gottesdienst hatte sich der Erzbischof von München und Freising bei Mitarbeitenden der Caritas für deren Engagement in der Corona-Krise bedankt. Mit Blick auf das Wort vom "Social Distancing" sagte Marx, das sei zwar das Leitwort der vergangenen Monate und werde es auch bleiben. Doch in der Corona-Pandemie hätten viele gelernt, "einen neuen Blick zu richten auf die Schwachen in dieser Gesellschaft". Die Pandemie bedeute, "wir können vielleicht nicht so nah sein, wie wir möchten. Und doch müssen wir es".

    Marx: Mehr Wertschätzung für Pflegende

    Der Kardinal würdigte alle, die sich in der Pflege, in den Einrichtungen, aber auch zu Hause engagiert hätten, um Nähe spürbar zu machen, um "Social Distancing nicht zu einer Erfahrung der Entfernung werden zu lassen". Die Wertschätzung für dieses Engagement gelte es auch über die Corona-Krise hinaus zu bewahren.

    Das müsse sich in guten Arbeitsbedingungen, etwa in der Pflegebranche, widerspiegeln, forderte Marx. Auch dass die Wirtschaft sich von der Krise erhole, sei aktuell wichtig: "Aber es geht nicht nur um die Produktivität von ökonomischen Ergebnissen", sondern auch um ein gutes Leben in der Gesellschaft, den Familien, den Schulen und den Kindergärten.

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